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Politik Inland
10/17/2019

Die Stolpersteine für das Kabinett Kurz II

Sebastian Kurz sondiert nun mit Grünen und Neos weiter. Die SPÖ will richtig verhandeln. Was sind die Hürden mit der SPÖ und mit den Grünen?

von Christian Böhmer, Raffaela Lindorfer

Es hat sich aussondiert mit der SPÖ. Zumindest für den Moment. Gute drei Stunden nachdem die Sondierungsteams von ÖVP und Sozialdemokratie in Wien über allfällige Regierungsverhandlungen gesprochen haben, entschied die SPÖ unter Parteichefin Pamela Rendi-Wagner, dass es vorerst genügt. „Für uns ist mit dem heutigen Gespräch Schluss mit den Sondierungen. Für Scheinverhandlungen oder Verzögerung stehen wir nicht zur Verfügung“, sagte Rendi-Wagner.

Sehr wohl zur Verfügung steht die SPÖ für echte, exklusive Koalitionsverhandlungen.

Atmosphärisch dürfte das Aufeinandertreffen durchaus amikal verlaufen sein. Zumindest erklärten dies ÖVP-Chef Sebastian Kurz und Rendi-Wagner übereinstimmend.

Das ändert freilich nichts daran, dass die inhaltlichen Differenzen enorm sind – es gibt jede Menge Stolpersteine. Sebastian Kurz setzt heute die Sondierungsgespräche mit Grünen und Neos fort und dämpfte die Erwartungen, dass es schnell zu Koalitionsgesprächen kommt. Kurz: „Das wird länger dauern.“

Was die SPÖ von der ÖVP haben will