Was im Pilnacek-U-Ausschuss bislang wirklich geklärt wurde

Was im Pilnacek-U-Ausschuss bislang wirklich geklärt wurde
Atmosphärisch war der Pilnacek-U-Ausschuss bislang sehr in Ordnung - und er brachte durchaus spannende Ergebnisse.

Sie sind eine Schlammschlacht, ihr Erkenntnisgewinn minimal: So lautet während und nach Untersuchungsausschüssen bisweilen das öffentliche Urteil. - Und im Einzelfall trifft es wohl auch zu.

Über den erst vier Sitzungstage alten Pilnacek-U-Ausschuss kann man derlei aber nicht sagen.

Die Befürchtung, dass Pietät und Würde auf der Strecke bleiben könnten, war unbegründet. 

Die Befragungen von Polizisten, Feuerwehrmännern, einer Ärztin und einer Staatsanwältin blieben über weite Strecken sachlich. Und selbst in heiklen Phasen, etwa als es um den Zustand der Leiche des Sektionschefs ging, zogen der Vorsitzende und der Ausschuss zeitgerecht einen Schlussstrich und wahrten die Würde des Verstorbenen.

Auch auf der inhaltlichen Ebene gab es konkrete Ergebnisse: Bei der Frage, ob die Leiche Pilnaceks zwingend obduziert werden sollte, hatten die Polizisten vor Ort nachweislich eine völlig andere Einschätzung und Meinung als Gemeindeärztin und Staatsanwältin.

Auffallend ist weiters, dass selbst im Falle einer Wasserleiche nicht klar ist, was zu tun ist: Während Richtlinien und amtliche Dokumente vorsehen, die Wassertemperatur zu messen, haben die Polizisten vor Ort dies aus Gründen unterlassen. Einer davon war, dass im Tatort-Koffer nicht zwingend ein Thermometer vorgesehen ist. Ob das für die tägliche Ermittlungsarbeit ein Problem darstellt, das muss nun die Polizei beantworten. 

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