Causa Pilnacek: Ex-Abgeordneter Peter Pilz verliert erneut vor Gericht

Peter Pilz steht vor einer Tür mit der Aufschrift „Verhandlungssaal“.
Journalist Rohrhofer hatte sich gegen Behauptungen auf Pilz' Online-Plattform gewehrt. Nicht rechtskräftig.

In den zahlreichen Rechtsstreitigkeiten rund um die Causa des im Herbst 2023 tot aufgefundenen Ex-Sektionschefs Christian Pilnacek muss Ex-Politiker Peter Pilz eine weitere Niederlage hinnehmen. Er verlor das Verfahren, das der Journalist Gernot Rohrhofer gegen Pilz‘ Unternehmen Zack Media angestrebt hatte. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. 

Pilz hatte auf seiner Plattform ZackZack, die Frage in den Raum gestellt, Rohrhofer würde bewusst unkritisch in der Causa Pilnacek berichten und hätte gleichsam als Belohnung dafür Obduktionsfotos erhalten. 

Dem schloss sich das Gericht nicht an. Es sieht keinen Grund zur Annahme, dass Rohrhofer illegal zu den Fotos gelangt sei. Zack Media muss bei Rechtskraft 4.500 Euro an Entschädigung bezahlen und die Verfahrenskosten übernehmen. 

Nicht das erste Verfahren, das Pilz zuletzt verloren hat. Erst im Dezember war sein Verlag nicht rechtskräftig wegen übler Nachrede schuldig gesprochen worden. Pilz hatte in seinem Buch zum Todesfall Pilnacek insinuiert, mehrere Spitzenbeamte hätten im Auftrag der ÖVP versucht, Ermittlungen zu beeinflussen und Vorgänge zu vertuschen. Pilz‘ Verlag  muss laut Gericht insgesamt 57.000 Euro Entschädigung zahlen. Das Buch soll eingezogen werden, allerdings erst ab Rechtskraft.

Hinzu kommen weitere verlorene Medienverfahren, etwa jene, die Pilnacek-Witwe Caroline List angestrengt hatte, weil sie sich durch Pilz’ Berichterstattung in ihrem „höchstpersönlichen Lebensbereich“ verletzt fühlte. Auch ein Ex-Polizist hatte erfolgreich geklagt.

Kommentare