© Amnesty International

Flüchtlinge
04/19/2016

Amnesty International startet Kampagne mit Strache

Die Organisation wirbt in der Flüchtlingskrise für Menschenrechte. FPÖ reagiert mit Spott.

Amnesty International startet eine neue Menschenrechtskampagne. Als Werbebotschafter im Einsatz ist wohl unfreiwillig FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache. Unter einem Schwarz-Weiß-Bild mit ihm ist zu lesen: "Heinz-Christian Strache hat ein Recht auf Menschenrechte".

Insgesamt sollen laut Amnesty neun Sujets zum Einsatz kommen. Die übrigen acht wurden heute noch nicht präsentiert. Ziel der Kampagne ist, in den Vordergrund zu rücken, dass jeder Mensch ein Recht auf Menschenrechte habe. Das Menschenrecht auf Asyl sei dabei eine stolze Errungenschaft und keine lästige "Pflichtübung": "Wer das Recht auf Asyl in Frage stellt, stellt das Prinzip der Menschenrechte in Frage, für jeden einzelnen Menschen in Österreich", heißt es in einer Amnesty-Aussendung.

FPÖ-Spott: "Auch Freiheitliche sind Menschen"

FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl deutet die Medienaktion in seinem Sinne. "Offenbar betrachtet auch Amnesty International die permanente linke und linksextreme Hetze gegen die FPÖ und ihren Bundesparteiobmann HC Strache mit wachsender Sorge", schreibt Kickl in einer Aussendung. Deshalb sehe sich die Menschenrechtsorganisation dazu genötigt, "die linken Extremisten" mit Plakaten und Inseraten darauf hinzuweisen, dass auch der FPÖ-Chef ein Recht auf Menschenrechte habe. Viele Linke würden Freiheitliche ja geradezu als Freiwild betrachten und ihnen die Menschenrechte absprechen. Deshalb sei es begrüßenswert, dass Amnesty International diesen Leuten in Erinnerung rufe, dass auch Freiheitliche Menschen seien.

Indes hat Amnesty ein zweites Sujet seiner Kampagne vorgestellt. Diesmal wurde unter ein Foto der scheidenden Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) der Text "Johanna Mikl-Leitner hat ein Recht auf Menschenrechte" gestellt.

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