Verurteilter Straftäter in seine Heimat Afghanistan abgeschoben
Aus Österreich wurden heuer rund 11.300 Personen abgeschoben, die knappe Mehrheit ging freiwillig.
Vergangene Nacht wurde erneut ein afghanischer Intensivstraftäter von Österreich über Istanbul direkt nach Kabul abgeschoben, berichtet das Innenministerium in einer Aussendung. Die Übergabe erfolgte in Kabul durch Vertreter österreichischer Behörden.
Der 33-Jährige war im Juli 2015 nach Österreich eingereist. Er ist in Österreich sechsmal strafrechtlich verurteilt, unter anderem mehrfach wegen schwerer Gewaltdelikte, und weist insgesamt neun kriminalpolizeiliche Eintragungen auf. Der Abgeschobene verbrachte etwa die Hälfte (also 5 Jahre) seiner 10,5-jährigen Zeit in Österreich in Justizanstalten.
Nun wurde der 33-Jährige nach Verbüßung seiner letzten Haftstrafen unmittelbar in Schubhaft genommen und außer Landes gebracht.
Der Mann war einer jener Straftäter, der von einer Delegation der afghanischen Verwaltung in Wien im letzten Jahr identifiziert worden war und für den aufgrund der intensiven Bemühungen auf technisch-operativer Ebene von der afghanischen Verwaltung ein sogenanntes Heimreisezertifikat ausgestellt wurde.
Erst am vergangenen Freitag wurden die Abschiebezahlen für das Jahr 2025 präsentiert. Erstmals in der zweiten Republik mussten über 14.000 Straftäter und illegal Aufhältige Österreich verlassen - mehr als je zuvor. Dazu Innenminister Gerhard Karner (ÖVP): "Die Abschiebeoffensive geht weiter. Auch nach Syrien und Afghanistan werden Abschiebungen Schritt für Schritt vom Einzelfall zum Regelfall!"
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