Cameron sagt Reise nach Moskau ab

David Cameron vor einer schwarzen Tür.
Hintergrund sind die Spannungen zwischen Moskau und dem Westen wegen des Ukraine-Konfliktes.

Der britische Premierminister David Cameron wird wie die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel voraussichtlich nicht an der offiziellen Feier Russlands zum Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkrieges vor 70 Jahren teilnehmen. Es gebe keine Pläne, dass Cameron am 9. Mai nach Moskau reisen werde, sagte eine Sprecherin am Donnerstag.

Hintergrund sind die Spannungen zwischen der russischen Regierung und dem Westen wegen des Ukraine-Konfliktes. So wirft die NATO Russland vor, die Separatisten im Osten der früheren Sowjetrepublik mit Waffen und Soldaten zu unterstützen. Die Regierung in Moskau weist dies zurück.

Selbst bei einer Entspannung der Lage ist eine Reise Camerons nach Moskau am 9. Mai unwahrscheinlich, weil zwei Tage zuvor die Parlamentswahl in Großbritannien stattfindet. Merkel will wegen der Ukraine-Krise erst am 10. Mai gemeinsam mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin am Grabmal des unbekannten Soldaten in Moskau einen Kranz niederlegen. An der Militärparade will sie nicht teilnehmen.

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