Politik | Ausland
12.04.2018

Weißes Haus: Militärschlag in Syrien nicht die einzige Option

© Bild: APA/AFP/apa

Gespräche mit Partnern sollen fortgeführt werden. Noch kein Zeitplan. Mögliche Beteiligung Großbritanniens an Militärschlag.

Ein Militärschlag der USA gegen Syrien ist nach Aussage des Weißen Hauses nicht die einzige US-Option zur Lösung der Syrien-Krise. "Es ist sicher eine Option, aber das heißt nicht, dass es die alleinige Option ist", sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, am Mittwoch in Washington.

US-Präsident Trump habe eine Reihe von Möglichkeiten, nicht nur militärische. Zunächst sollten die Gespräche mit den Partnern Israel, Saudi-Arabien, Frankreich und Großbritannien fortgeführt werden. Es gebe keinen Zeitplan, sagte Sanders.

Mögliche Beteiligung Großbritanniens

Die britische Premierministern Theresa May bereitet Medienberichten zufolge eine Beteiligung ihres Landes an einer Reaktion der USA und Frankreichs auf den mutmaßlichen Giftgasangriff in Syrien vor. May berief für Donnerstag eine Kabinettssitzung zu Syrien ein, wie ein Sprecher am Mittwoch mitteilte.

Laut Sky News wird erwartet, dass sie dabei die Zustimmung ihrer Minister für einen Schulterschluss mit den USA einholen will. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor per Twitter einen Raketenangriff auf Syrien angekündigt. Später erklärte das Präsidialamt, Trump habe noch keinen Zeitplan. Er wäge derzeit ab, wie er reagieren solle.

Die BBC berichtete, die Premierministerin stehe bereit, die britische Beteiligung an einer Militäraktion zu genehmigen. Eine vorherige Zustimmung des Unterhauses wolle sie in dem Fall nicht einholen. Labour-Oppositionsführer Jeremy Corbyn hat eine Einbeziehung des Parlaments gefordert.

Großbritannien bringt einer Zeitung zufolge zudem bereits seine U-Boote für einen etwaigen Militärschlag in Stellung. May habe befohlen, dass sich die U-Boote in Reichweite für einen Angriff mit "Tomahawk"-Marschflugkörpern bringen, berichtet der "Daily Telegraph" unter Berufung auf Regierungskreise. Der Angriff könne Donnerstagnacht beginnen.

 

Der designierte US-Außenminister Mike Pompeo signalisiert eine harte Haltung gegenüber Russland. Die Zeiten seien vorbei, in denen Russland durch eine schwache US-Politik aggressives Verhalten ermöglicht wurde, wird der CIA-Direktor laut Redetext am Donnerstag bei der Senats-Anhörung zu seiner Nominierung sagen.

Er wird verschiedene Schritte aufführen, die US-Präsident Donald Trumps härtere Linie gegenüber der Regierung in Moskau unterstreichen sollen, darunter Sanktionen und die Ausweisung russischer Diplomaten. In Trumps nationaler Sicherheitsstrategie sei Russland zu Recht als eine Gefahr für die USA identifiziert worden, so Pompeo. Er soll dem Text zufolge aber auch sagen, dass die schwierige Russland-Diplomatie fortgesetzt werden müsse.