Politik | Ausland
23.02.2018

USA kündigen weitere Sanktionen gegen Nordkorea an

Trump spricht vom "größten Maß an neuen Sanktionen, das es je gegeben hat".

Dass die USA beim Umgang mit Nordkorea keinen weichen Kurs fahren würden, wurde beim Treffen von Südkoreas Präsident Moon Jae-in mit der amerikanischen Präsidententochter Ivanka Trump am Freitag in Seoul klar. Moon sprach von einem Dialog, Trump davon, die koreanische Halbinsel um jeden Preis von Atomwaffen zu befreien.

Und tatsächlich: Noch vor dem Ende der Olympischen Winterspiele in Südkorea will die Regierung von US-Präsident Donald Trump mit zusätzlichen Sanktionen Druck auf Nordkorea machen. Die Strafmaßnahmen sollen sich gegen Schiffe, Reedereien und Handelsunternehmen richten, wie am Freitag aus dem Weißen Haus verlautete. Das Finanzministerium wollte die Sanktionen noch am Freitag verkünden.

Größtes verhängtes Maßnahmenbündel

US-Präsident Donald Trump erwähnte die Sanktionen auch in seiner Rede vor der konservativen Vereinigung CPAC am Freitag. Es handele sich um das größte jemals gegen Nordkorea verhängte Maßnahmenbündel, sagte er laut vorab verbreiteten Redeauszügen.

Laut Regierungskreisen sind davon 27 Unternehmen und 28 Schiffe betroffen, die sich in Nordkorea, China, Singapur, Taiwan, Hongkong, den Marshallinseln, Tansania, Panama und den Komoren befänden, dort registriert seien oder unter den jeweiligen Flaggen führen.

Zum Anlass der Olympischen Spiele war es zu einer überraschenden Annäherungspolitik zwischen Nord- und Südkorea gekommen. Es gibt aber Befürchtungen, dass die Spannungen wieder aufflammen, wenn die Winterspiele am Sonntag und die anschließenden Paralympischen Spiele am 18. März beendet sind. Danach wollen die USA und Südkorea auch mitteilen, wann sie die Militärmanöver wieder aufnehmen werden, die wegen Olympia zunächst verschoben worden waren. Nordkoreas Machthaber versteht die Übungen als Provokation.