"Gender-Ideologie": USA blockieren UNO-Frauenrechts-Text erfolglos

Einwände, weil der Entwurf "missverständliche Sprache zur Förderung von Gender-Ideologie" enthalte.
FILE PHOTO: Illustration shows 3D-printed miniature of U.S. President Donald Trump, U.S. flag and UN logo

Bei den Vereinten Nationen sind die USA mit dem Versuch gescheitert, eine gemeinsame Erklärung zu Frauenrechten zu stoppen. Letztlich votierten 37 der 44 abstimmenden Staaten in der UNO-Frauenrechtskommission für einen als Kompromiss ausgehandelten Text - nur die Vereinigten Staaten stimmten dagegen, sechs Staaten enthielten sich.

"Förderung der Gender-Ideologie"

Der US-Vertreter hatte zuvor Einwände erhoben, weil der Entwurf "missverständliche Sprache zur Förderung von Gender-Ideologie" enthalte. Zudem seien dort zu vage Verpflichtungen zu sexueller und reproduktiver Gesundheit enthalten sowie Passagen, die auf aus Sicht der USA Zensur hinauslaufen könnten. Gemeint waren mögliche Maßnahmen gegen Hassrede.

Die USA versuchten zunächst, eine Annahme des Texts zu verhindern oder zu verzögern. Als dies keine Zustimmung fand, formulierte der US-Vertreter Änderungsvorschläge. Die Mehrheit in der Kommission lehnte es jedoch ab, den in wochenlangen Verhandlungen vereinbarten Text noch einmal aufzuschnüren.

Dass überhaupt abgestimmt werden musste, war ein Novum in der 80-jährigen Geschichte der Kommission. In der Regel werden solche Erklärungen im Konsens per Akklamation angenommen, auch wenn einzelne Staaten nicht mit jeder Passage zu 100 Prozent übereinstimmen. Diesmal gelang dies nicht.

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