Personalbedarf: Ukraine will Militärdienst reformieren

Ein Malinois-Schutzhund mit Maulkorb steht vor einer Reihe von Polizisten.
Innerhalb der kommenden fünf Jahre soll das System reformiert sein. Frauen und Männer sollen beruflich gleichgestellt werden.

Inmitten des Verteidigungskriegs gegen Russland plant der ukrainische Verteidigungsminister Rusten Umjerow eine komplette Reform des Militärdienstes innerhalb der nächsten fünf Jahre. Nach dem am Sonntag veröffentlichten Konzept, das "eine strategische Vision für die Entwicklung der militärischen Personalpolitik" darstelle, sollen die ukrainischen Streitkräfte künftig zu einem Vertrags-Militärdienst übergehen.

Geschlechter Gleichstellung

Bei Rekrutierung und späterer Laufbahn der Soldaten soll deren vorherige Ausbildung berücksichtigt werden. Auch eine berufliche Gleichstellung der Geschlechter innerhalb der Streitkräfte werde angestrebt.

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Zusammenarbeit mit NATO, EU und Hochschulen verstärken

Nach Umjerows Vorstellungen sollte auch die Zusammenarbeit zwischen ukrainischen Hochschulen und ähnlichen Institutionen der EU- und NATO-Staaten verstärkt werden. Die angestrebte "neue Kultur der Beziehungen zwischen Befehlshabern und Untergebenen" deutet auf ein klares Abweichen von der bisherigen, noch aus Sowjetzeiten angewandten Praxis der starren Strukturen hin.

Ziel des Konzepts sei, den Personalbedarf der Streitkräfte zu decken. Daneben soll es der ukrainischen Armee möglich werden, "sich in den euro-atlantischen Sicherheitsraum zu integrieren und die Interoperabilität der ukrainischen Streitkräfte mit den Streitkräften der NATO-Mitgliedstaaten zu gewährleisten".

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