epa03737294 An Eritrean immigrant shouts slogans about granting refugee status to African immigrants who made their way into Israel, as a small group holds a protest outside the Prime Ministry in Jerusalem, 09 June 2013. The government is repatriating hundreds of African immigrants being held in detention centers in what they claim is a 'voluntary' repatriation. The African immigrant population in Israel claims to be political refugees who escaped oppression in their home countries such as Eritrea and Sudan, and walked across the desert into Israel. EPA/JIM HOLLANDER

© APA/JIM HOLLANDER

Abkommen
08/31/2013

Uganda dementiert Flüchtlings-Deal mit Israel

Das afrikanische Land weist Berichte zurück, wonach es illegale Einwanderer aufnehmen wolle.

Die ugandische Regierung hat am Samstag Berichte über ein Abkommen mit Israel zur Aufnahme zehntausender afrikanischer Flüchtlinge dementiert. Die Angaben der israelischen Tageszeitung Haaretz vom Vortag, Uganda werde illegale Einwanderer aus Israel aufnehmen, seien "falsch und irreführend", sagte ein Sprecher des Außenministeriums der Nachrichtenagentur AFP. Eine entsprechende Vereinbarung mit Israel gebe es nicht.

Haaretz hatte berichtet, Israel wolle die Flüchtlinge mit umgerechnet etwa 1.135 Euro nach Uganda schicken. Andere Medien hatten Tags zuvor angegeben, Innenminister Gideon Saar habe kürzlich einen Parlamentsausschuss über solche Pläne informiert, ohne jedoch ein genaues Zielland zu nennen. Dieses solle im Gegenzug für die Aufnahme zehntausender Flüchtlinge aus dem Sudan und Eritrea Wirtschafts- und Rüstungshilfe erhalten.

55.000 Illegale

In Israel leben nach offiziellen Angaben etwa 55.000 illegale Einwanderer, von denen rund 90 Prozent aus dem Sudan oder Eritrea stammen. Weil in beiden Ländern Verfolgungsgefahr auch für Menschen besteht, die aus wirtschaftlichen Gründen nach Israel fliehen, gilt ein Abschiebeverbot. In Uganda leben derzeit etwa 200.000 Flüchtlinge. Viele von ihnen stammen aus der politisch instabilen benachbarten Demokratischen Republik Kongo.

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