Der türkische Präsident Tayyip Erdogan

© REUTERS/Umit Bektas

Politik Ausland

Türkei: Viele Fahndungen nach angeblichen Terrorverdächtigen

Es geht immer noch um den Putschversuch von 2016. Den Gesuchten werden demnach Verbindungen zu Gülen vorgeworfen.

02/25/2019, 11:37 AM

Die türkische Regierung setzt ihre Fahndungen nach angeblichen Terrorverdächtigen auch zweieinhalb Jahre nach dem Putschversuch von 2016 fort. Seit dem Montagmorgen ließen Staatsanwälte nach weiteren 128 Menschen suchen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu.

Den Gesuchten werden demnach Verbindungen zur Bewegung des islamischen Predigers Fethullah Gülen vorgeworfen.

Türkei macht Gülen für Putschversuch verantwortlich

Die Regierung von Präsident Tayyip Erdogan macht Gülen, der in den USA lebt, für den Putschversuch verantwortlich und beschuldigt ihn einer Kampagne zum Umsturz des Staates durch die Infiltrierung von Polizei, Militär und Rechtswesen. Unter den angeblichen Verdächtigen sind Menschen, die als "Gesundheitspersonal" beschrieben werden, die meisten - mehr als 100 - sind jedoch Soldaten.

Mit ihren Ermittlungen konzentriert sich die Regierung stark auf Militär und Polizei. Innenminister Süleyman Soylu hatte im Jänner angegeben, dass rund 15.000 Soldaten ihres Amtes enthoben worden seien. Gegen knapp 7.000 werde ermittelt.

Allein in der vergangenen Woche wurden allen entsprechenden Anadolu-Berichten zufolge mindestens 359 Menschen inhaftiert. Im ganzen vergangenen Jahr landeten einem Bericht des Innenministeriums zufolge rund 52.000 Menschen wegen angeblicher Gülen-Verbindungen kurz- oder längerfristig hinter Gittern.

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