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Politik Ausland
11/14/2019

Trump attackiert EU: "Europa soll mehr für Flüchtlinge zahlen"

"Derzeit bezahlt ja die Türkei das meiste", meinte der US-Präsident bei seinem Treffen mit Erdogan.

US-Präsident Donald Trump hat bei seinem Auftritt mit dem türkischen Präsidenten Erdogan scharf gegen die EU geschossen: Er meinte, Europa zahle zu wenig für syrische Flüchtlinge. „Die Türkei hat 40 Milliarden Dollar für Flüchtlinge ausgegeben, die EU hat aber nur 3 Milliarden gegeben." Trump weiter: "Ich denke, dass Europa offen gesagt zu einem großen Teil dafür zahlen sollte. Derzeit bezahlt ja die Türkei das meiste."

Und: Falls Europa das nicht tue, sollte "die Türkei ISIS-Leute nach Europa schicken.“ Vor zwei Wochen drohte Erdogan schon einmal mit der Öffnung der Grenzen für Migranten, sollte sein Land nicht ausreichend internationale Hilfe bei der Versorgung syrischer Flüchtlinge erhalten. 

Trump äußerte sich bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Erdogan. Während er seinem Amtskollegen und Gast in puncto Flüchtlinge verbale Unterstützung bot, ist das Verhältnis zwischen den NATO-Partnern Türkei und USA wegen zahlreicher Streitpunkte getrübt. Die türkische Militäroffensive gegen Kurdenmilizen, welche US-Soldaten im Kampf gegen den "Islamischen Staat" (IS) unterstützen, in Nordsyrien vor gut einem Monat hatte die Spannungen noch verschärft.

Wegen des seit mehr als acht Jahren andauernden Bürgerkriegs in Syrien habe Millionen Syrer ihr Land verlassen. Die meisten haben sich in Nachbarländer geflüchtet, die meisten davon wiederum mit 3,3 Millionen in die Türkei, gefolgt vom Libanon (mehr als eine Million), Jordanien (655.000) und dem Irak (246.000). Noch mehr Syrer - laut UNHCR 6,6 Millionen - sind im eigenen Land zu Binnenflüchtlingen geworden.

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