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Trump attackiert erneut Papst Leo XIV.

Der US-Präsident kritisiert das Treffen des zum Frieden aufrufenden Kirchenoberhauptes mit dem Chicagoer Bürgermeister und warnt vor iranischer Atombombe.
Donald Trump zieht Grimasse

US-Präsident Donald Trump hat erneut Papst Leo XIV. verbal angegriffen. "Jemand sollte dem Papst erklären, dass der Bürgermeister von Chicago nutzlos ist und dass der Iran keine Atomwaffe haben darf! Präsident DONALD J. TRUMP", schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social. Dazu veröffentlichte Trump Fotos eines Treffens des Papstes im Vatikan mit einer Delegation aus Chicago unter Leitung von Bürgermeister Brandon Johnson von den Demokraten.

Leo XIV., bürgerlich Robert Francis Prevost, ist der erste Papst aus den USA. Er wurde 1955 in Chicago geboren. Mit seinem Beitrag bekräftigte Trump zugleich seine Haltung, dass der Iran keine Atomwaffen besitzen dürfe.

Zweites Friedensgebet des Papstes am Samstag

Schon nach dem ersten Friedensgebet des seit einem Jahr im Amt befindlichen Papstes am 11. April hatte es scharfe Kritik aus den USA an den Worten des ersten Amerikaners auf dem Stuhl Petri gegeben. Leo hatte mit sehr deutlichen Worten zum Frieden aufgerufen und vor einem "Allmachtswahn" gewarnt, der immer unvorhersagbarer und aggressiver werde. Trump griff Leo daraufhin erstmals heftig verbal an. Die Auseinandersetzung sorgte weltweit für Schlagzeilen.

Bei seinem zweiten Friedensgebet am Samstag rief Papst Leo XIV. erneut zu Frieden in den Konfliktregionen der Welt und zu einem Ende von Gewalt auf. Niemand solle wegen der Bedrohung durch Bomben aus seinem Zuhause fliehen müssen. Machtgier und verbale Gewalt müssten dem Durst nach Gerechtigkeit und Wahrheit weichen. Israel und die USA hatten Ende Februar einen Luftkrieg gegen den Iran begonnen. Es gilt eine Waffenruhe, die Gespräche zur Beilegung des Konflikts, darunter der Streit über das iranische Atomprogramm, kommen aber offenbar nicht vom Fleck.

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