US-Präsident Donald Trump 

© REUTERS/Kevin Lamarque

Politik Ausland
12/12/2019

Trump als Marvel-Super-Bösewicht Thanos: "Wie krank ist das?"

Das Wahlkampfteam des US-Präsidenten hat Trump in einem neuen Spot die Fähigkeiten des Marvel-Oberschurken verpasst. Der Erfinder der Thanos-Figur ist wenig begeistert.

Das Wahlkampfteam rund um US-Präsident Donald Trump hat einen Spot auf Twitter veröffentlicht, der ein wenig verstörend wirkt. Eingeleitet wird der Clip mit der Ansage, die Demokraten könnten ihr "Heuchelei-Impeachment" ruhig vorantreiben, Trumps Wiederwahl 2020 sei trotzdem "unvermeidlich".

Damit wird ein berühmtes Zitat aus dem Clip vorweggenommen. Gemeint ist Marvel-Oberschurke Thanos, der in den letzten beiden großen Avenger-Comic-Verfilmungen "Avengers: Infinity War" und "Avengers: Endgame den Bösewicht" mimt und mit einem Schnippen seiner Finger die Hälfte der Menschheit auslöscht.

In besagtem Clip von Trumps Team ereilt dieses Schicksal zwar nicht die Hälfte der Weltbevölkerung, allerdings die Demokraten, im Besondern die Parteispitze rund um Nancy Pelosi, Sprecherin des Repräsentantenhauses.

Die Verwendung des Superschurken für Trumps politische Agenda stößt nicht zuletzt Thanos-Erfinder Jim Starlin böse auf. Dieser äußerte sich auf Instagram.

Starlin schreibt, er habe sich verletzt gefühlt, weil der "große Dummkopf" seine Figur genutzt habe, um sein "infantiles Ego zu streicheln“. Dann sei ihm aber eingeschossen, dass sich der "Anführer der USA" tatsächlich freiwillig mit einem "Massenmörder" vergleicht. Sein Fazit: "Wie krank ist das?"

Es gilt noch anzumerken, dass die Szene in einem falschen Zusammenhang verwendet wird, im Originalfilm ereilt den Bösewicht nach dem Schnippen nämlich sein Ende.

Starlin endet mit der erleichternden Erkenntnis, dass Alpträume  – auch "nationale Alpträume" - einmal zu Ende gehen werden.

Trump ist im Übrigen nicht der einzige, der sich bei berühmten Filmen für den Wahlkampf bedient. Zuletzt sorgte Boris Johnson für Lacher mit seinem Wahlaufruf mit Papptafeln à la "Tatsächlich Liebe".

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