Nach schweren Gefechten mit 21 Toten: Syrien ruft begrenzte Waffenruhe aus

Members of the Syrian Civil Defence work to extinguish a fire that broke out following shelling
Die syrische Übergangsregierung hat nach Gefechten mit mindestens 21 Toten eine zeitlich begrenzte Waffenruhe für mehrere Stadtteile Aleppos ausgerufen.

Nach gewalttätigen Gefechten zwischen Truppen der islamistischen Übergangsregierung und kurdischen Kämpfern im nordsyrischen Aleppo mit mindestens 21 Toten hat die Übergangsregierung eine zeitbegrenzte Waffenruhe verkündet. 

Abziehende Kämpfer dürfen "leichte Waffen" mitführen

Von 3.00 Uhr bis 9.00 Uhr sollte für die umkämpften Stadtteile Sheikh Maqsood, Achrafieh und Bani Seid eine Feuerpause gelten, teilte das syrische Verteidigungsministerium mit. Bewaffnete Gruppen seien aufgefordert, die betroffenen Viertel zu verlassen.

Den abziehenden Kämpfern sei es gestattet, "persönliche leichte Waffen" mitzuführen. Die syrische Armee werde den Rückzug begleiten und für einen sicheren Transport in die nordöstlichen Regionen des Landes sorgen, hieß es weiter. Von kurdischer Seite gab es zunächst keine Reaktion auf die Ankündigung.

Streit über kurdische Eingliederung in staatlich Ordnung

Am Dienstag waren in Aleppo erneut Kämpfe zwischen den kurdisch angeführten Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) und Regierungstruppen ausgebrochen. Hintergrund ist der Streit über eine geplante Eingliederung der kurdischen Institutionen und auch der kurdischen Kämpfer in die staatliche Ordnung.

Ein Abkommen dazu wurde bisher nicht umgesetzt. Unter Beschuss stehen vor allem die kurdischen Stadtviertel Sheikh Maqsood, Achrafieh und Bani Seid. Beide Seiten werfen sich gegenseitig vor, Zivilisten anzugreifen.

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