Syrien: Assad wirft USA "Nazi-Methoden" vor

Die USA untergrabe die Interessen anderer Nationen, "um des Öls Willen". Hitler habe genauso agiert, meint der syrische Präsident.

Syriens Präsident Bashar al-Assad hat den USA "Nazi-Methoden" in der Außenpolitik vorgeworfen. "Wir können die amerikanische Strategie heute sehr leicht mit der Nazi-Politik vergleichen: Expansion, Invasion, die Interessen anderer Nationen untergraben (...), alles um des Öls Willen", sagte Assad in einem Interview des russischen Staatssenders RT, das am Freitag veröffentlicht wurde.

Öl sei auch ein wichtiger Faktor beim Einmarsch Hitlers in der Sowjetunion gewesen, behauptete Assad. "Amerika macht heute das gleiche. Es imitiert die Nazis."

Militärische Einheiten zum Schutz syrischer Ölfelder geschickt

Die USA hatten nach dem Truppenabzug aus dem nordsyrischen Grenzgebiet zur Türkei militärische Einheiten zum Schutz der syrischen Ölfelder in den Osten Syriens geschickt. Damit solle verhindert werden, dass die von den Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) kontrollierten Ölfelder wieder an die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) oder an "andere destabilisierende Akteure" fallen, hieß es aus dem Pentagon. US-Präsident Trump strebt zwar einen Abzug aller amerikanischen Soldaten aus Syrien an, betonte jedoch auch, dass die USA das Öl schützen würden.

Assad warf den USA am Freitag zudem "Besatzung" vor. Die Anwesenheit der USA in Syrien werde einen "militärischen Widerstand" erzeugen.

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