© EPA/ORESTIS PANAGIOTOU

Politik Ausland
08/04/2021

Streit wegen Waldbränden in Griechenland entbrannt

Linke Syriza-Partei wirft konservativer Regierung Versäumnisse vor. Premier Mitsotakis: "Es wurde alles Menschenmögliche getan".

In Griechenland ist wegen der dort tobenden Waldbrände ein innenpolitischer Streit entbrannt. Die linke Syriza-Partei von Ex-Regierungschef Alexis Tsipras wirft dem konservativen Kabinett von Premier Kyriakos Mitsotakis (Nea Dimokratia) vor, trotz Expertenwarnungen vor einer extremen Brandgefahr durch die jüngste Hitzewelle keinerlei Präventivmaßnahmen getroffen zu haben. Mitsotakis selbst besuchte am Mittwoch ein Katastrophengebiet nahe Athen und sprach von einem "Alptraum".

Seine Regierung habe aber sehr wohl alles Menschenmögliche getan, um das Leben von Menschen und Tieren zu retten, sagte der Premier. Syriza wiederum versuche bloß, die Katastrophe populistisch auszunützen. Entscheidend sei, dass der Brand nach aktuellen Stand bisher keine Todesopfer gefordert habe.

Allerdings wurden bereits mehr als 80 Häuser durch die Flammen zerstört. Die Bewohner der evakuierten Orte wurden vorerst auf Staatskosten in Hotels untergebracht, Mitsotakis versprach einen möglichst raschen Wiederaufbau. Tsipras drückte den Betroffenen und den Einsatzkräften in einer Social-Media-Botschaft seine Solidarität aus.

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