Politik | Ausland 30.11.2016

Steve Mnuchin als US-Finanzminister nominiert

Steven Mnuchin im Trump Tower in New York © Bild: APA/AFP/JEWEL SAMAD

Trumps Regierungsteam nimmt Formen an: Der ehemalige Investmentbanker bei Goldman Sachs war Finanzchef von dessen Wahlkampagne.

Steven Mnuchin, früher Manager bei der Investmentbank Goldman Sachs, soll US-Finanzminister werden. Mnuchin selbst gab am Mittwoch im Fernsehsender CNBC bekannt, dass der designierte US-Präsident Donald Trump ihn für diesen Posten nominiert habe. Mnuchin war bereits der Finanzchef von Trumps Wahlkampagne.

Der 53-Jährige arbeitete 17 Jahre lang für die Investmentbank Goldman Sachs, Nach seinem Ausscheiden 2002 reüssierte er als Produzent von Hollywoodfilmen. Danach schmiedete er eine Investorengruppe, die einen kaputten kalifornischen Hypothekengeber aufkaufte und unter dem Namen OneWest Bank neu aufstellte. Daraus entstand die größte Bank in Südkalifornien. Die Bank geriet wegen ihrer Praxis, Hausbesitzern, die Probleme hatten ihren Kredit zurückzuzahlen, sehr rasch mit der Zwangsvollstreckung zu kommen, unter Kritik.

Ross als Handelsminister

Mnuchin teilte in dem Fernsehinterview auch mit, dass der milliardenschwere Investor Wilbur Ross von Trump als Handelsminister nominiert worden sei.

Alles über weitere Kandidaten für Trumps Regierungsteam lesen Sie hier.

Trump will sich komplett als Unternehmer zurückziehen

Trump selbst äußerte sich zu den neuen Kabinettsbesetzungen zunächst nicht. Er teilte aber über Twitter mit, dass er am 15. Dezember seine erste Pressekonferenz seit seinem Wahlsieg abhalten wolle. Darin werde er darüber sprechen, dass er die Leitung seines Unternehmensimperiums abgeben wolle.

Die Trump-Geschäfte sollen künftig von seinen drei erwachsenen Kindern Donald junior, Ivanka und Eric geleitet werden. Diese sollen nach Angaben des künftigen Präsidenten bei der Pressekonferenz dabei sein.

Trump schrieb, dass er mit der Abgabe der Unternehmensleitung möglichen Interessenskonflikten aus dem Weg gehen wolle. Er empfinde es als wichtig, dass nicht der Eindruck entstehe, "dass ich als Präsident in irgendeiner Weise einen Interessenskonflikt mit meinen diversen Geschäften habe".

Trump unterstrich aber auch, dass er keineswegs zu diesem Schritt verpflichtet sei. Tatsächlich ist es so, dass es in den USA keine gesetzliche Vorgaben gibt, die den Präsidenten dazu zwängen, seine privatwirtschaftlichen Aktivitäten aufzugeben.

( Agenturen , tem ) Erstellt am 30.11.2016