Politik Ausland
02/20/2019

So ging der Handshake zwischen Trump und Kurz über die Bühne

Der Kanzler traf den US-Präsidenten im Weißen Haus. Dabei kam es zu zwei für Trump ungewöhnlich kurze Händedrücke.

von

Bundeskanzler Sebastian Kurz traf heute US-Präsident Donald Trump im berühmten Oval Office des Weißen Haus. Das amerikanische Staatsoberhaupt ist eigentlich für auffällig lange und feste Handshakes mit Amtskollegen berüchtigt.

Kanzler Kurz hatte jedoch Glück. Seine zwei Händedrücke mit Trump waren kurz und schmerzlos sie dauerten jeweils ungefähr zwei Sekunden. Es gab kein starkes Ziehen, übertriebenes Schütteln oder Tätscheln. Den Weltrekord hält der französische Präsident Emmanuel Macron mit 29 Sekunden.

Das Gespräch zwischen Trump und Kurz, das knapp 30 Minuten dauerte, fand nach dem Auftritt vor der Presse und unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Der Körpersprachen-Experte Stefan Verra hatte dem KURIER schon am Dienstag prophezeit, dass Trump und Kurz trotz der berüchtigten Präsidenten-Hände rein gestisch gut miteinander auskommen werden

"Mit seiner zurückhaltenden Körpersprache", sagte Verra über Kurz, "wird er gut zurechtkommen".

US-Präsident Donald Trump und Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) stellten sich nach ihrem Shakehands im Oval Office etwa sieben Minuten den Fragen der Presse.

"Wir werden ein großartiges Treffen und eine großartige Beziehung haben, und unsere Länder haben eine großartige Beziehung", sagte Trump auf die Frage, was er von Kurz erwarte.

Trump begrüßte den Kanzler pünktlich um 13.45 Uhr Ortszeit (19.45 Uhr MEZ) am Eingang zum Westflügel des Präsidentensitzes.

Kurz ist der erste österreichische Regierungschef seit über 13 Jahren, der einen US-Präsidenten in Washington trifft.

Kurz trug sich zunächst im Roosevelt Room ins Gästebuch ein, ehe im Oval Office ein Vier-Augen-Gespräch mit Trump stattfand.

 "Ich muss Ihnen sagen, dass er ein sehr junger Führer ist. Sie sind ein junger Mann, was ziemlich gut ist", sagte der US-Präsident, während er dem rechts neben ihm sitzenden Kanzler anerkennend auf den Unterarm klopfte.

Kurz fügte daraufhin mit erhobenem Zeigefinger hinzu: "Aber das Problem mit dem Alter wird von Tag zu Tag besser."  

Trump sagte, dass es "ziemlich gute Handelsbeziehungen" zwischen den USA und Österreich gebe, "und das ist es, worüber wir heute sprechen werden".

Kurz hatte in seinem Eingangsstatement Trump dafür gedankt, dass er die österreichische Delegation im Weißen Haus empfange. "Es ist mir und meiner Delegation eine Freude, hier sein zu dürfen", sagte der ÖVP-Chef.

"Österreich ist im Vergleich zu den USA ein kleines Land, aber ein schönes Land", betonte er.

Kurz wies darauf hin, dass sich Österreich "im Herzen der Europäischen Union" befinde und es bei dem Treffen nicht nur um bilaterale Beziehungen gehe, sondern auch um jene zwischen den USA und der EU.

Die österreichische Delegation trifft die amerikanische Administration.

Ein zentrales Gesprächsthema waren die Handelsbeziehungen zwischen der EU und den USA.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.