Russland zieht Botschaftspersonal aus der Ukraine ab

Weiterhin Sanktionen gegen Vertraute von Putin
Der Kreml betont ständig eine Kriegsgefahr "von ukrainischer Seite" und behauptet, seine Diplomaten schützen zu wollen.

Russland zieht angesichts der sich weiter zuspitzenden Lage in der Ukraine sein Botschaftspersonal aus dem Nachbarland ab. "Für den Schutz ihres Lebens und der Sicherheit, hat die russische Führung die Entscheidung über die Evakuierung des Personals der russischen Auslandsvertretungen in der Ukraine getroffen", teilte das russische Außenministerium am Dienstagabend in Moskau mit. Das solle "in sehr naher Zukunft" umgesetzt werden.

Das betreffe die Botschaft in Kiew und die Generalkonsulate. Zuvor hatten bereits westliche Länder angesichts eines befürchteten russischen Einmarsches in der Ukraine Personal reduziert oder komplett abgezogen.

Anders als der Westen hat Russland wiederholt betont, eine Kriegsgefahr eher von ukrainischer Seite zu sehen. Moskau behauptet, Kiew könne versuchen, sich die selbst ernannten Volksrepubliken Donezk und Luhansk mit Gewalt zurückzuholen und kritisiert die Ausstattung der Ukraine mit modernen Waffen durch den Westen.

Nun beklagte das Außenministerium in Moskau, russische Diplomaten seien in der Ukraine immer wieder "Angriffen und Provokationen" ausgesetzt gewesen. Russland hatte am Montag Luhansk und Donezk unter massiven internationalen Protest anerkannt.

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