Politik | Ausland
31.05.2018

Rotes Kreuz schickt Ärzte und Pfleger nach Gaza

Verstärkung für überfordertes Gesundheitssystem: 3.600 Palästinenser wegen Schusswunden in Behandlung.

Mindestens 13.000 Menschen sind im Gaza-Streifen nach Rotkreuz-Schätzungen seit Ausbruch der Gewalt Ende März verletzt worden. Weil das Gesundheitssystem völlig überfordert ist, schickt das Internationale Komitee vom Roten Kreuz ( IKRK) jetzt Verstärkung.

Chirurgen, Pfleger und Physiotherapeuten sollten die Ärzte vor Ort unterstützen, teilte das IKRK am Donnerstag in Genf mit. Die Helfer wollen in den nächsten sechs Monaten im größten Krankenhaus eine neue Station mit Operationssaal und 50 Betten einrichten und unterhalten. Sie brächten auch dringend benötigte Medikamente und medizinisches Material mit.

Allein 3.600 verletzte Palästinenser hätten Schusswunden. Bei mindestens 1.350 von ihnen seien die Verletzungen so schwer, dass sie jeweils drei bis fünf Operationen brauchten.