Vladimir Putin meets with leaders of factions of the State Duma of the Russian Federation

© EPA / ALEXEI NIKOLSKY/SPUTNIK/KREMLIN POOL

Lagebericht
07/08/2022

Russland zieht Truppen im Gebiet Donezk zusammen

Nach der weitgehenden Eroberung der Region Luhansk im Osten der Ukraine wird mit einer Umgruppierung der russischen Truppen gerechnet.

Tag 135 nach dem russischen Angriff auf die Ukraine:

Russlands PrĂ€sident Wladimir Putin hat den Westen zeitgleich zum Außenministertreffen der G20 mit Blick auf den Ukraine-Krieg vor einer direkten militĂ€rischen Konfrontation gewarnt.

"Heute hören wir, dass sie uns auf dem Schlachtfeld schlagen wollen. Was soll man dazu sagen? Sollen sie es nur versuchen", sagte er im Kreml in Moskau bei einem Treffen mit den Chefs der Parlamentsfraktionen. Russland habe in der Ukraine noch nicht einmal richtig angefangen, meinte er. Alle Ziele der „MilitĂ€roperation“ wĂŒrden erreicht werden - "ohne Zweifel".

Tote und Verletzte bei Beschuss

Bei Beschuss von Orten im Kriegsgebiet Ostukraine wurden erneut Menschen verletzt oder getötet. In der Region Charkiw sprachen die Behörden am Donnerstag von drei Toten und fĂŒnf Verwundeten durch russische Angriffe.

In den Orten Kramatorsk und Awdijiwka in der Region Donezk starben den Behörden zufolge zwei Menschen, acht wurden verletzt. Russische Angriffe hĂ€tten nur zivile Ziele getroffen, erklĂ€rte der Gouverneur des Gebiets, Pawlo Kyrylenko. Die prorussischen Separatisten in der Region Donezk sprachen von einem Toten und elf Verletzten durch ukrainischen Beschuss. Berichte aus den Kampfgebieten können nicht unabhĂ€ngig geprĂŒft werden.

Seit Russland die weitgehende Kontrolle ĂŒber die ostukrainische Region Luhansk ĂŒbernommen hat, hat sich der Schwerpunkt der KĂ€mpfe ins benachbarte Donezk verlagert. Im Visier der russischen Armee sind demnach besonders die StĂ€dte Kramatorsk und Slowjansk. Das twitterte das britische Verteidigungsministerium am Freitag.

Selenskij bittet um weitere Waffenlieferungen

Der ukrainische PrĂ€sident Selenskij verlangte vom Westen weitere Waffenlieferungen im Krieg gegen Russland. „Je grĂ¶ĂŸer die Verteidigungshilfe fĂŒr die Ukraine jetzt ist, desto eher wird der Krieg mit unserem Sieg enden und desto geringer werden die Verluste aller LĂ€nder der Welt sein“, sagte er in einer Videobotschaft.

Die Partner hĂ€tten genaue Informationen ĂŒber den Bedarf der Ukraine. „Das gilt sowohl fĂŒr Luftverteidigung, als auch fĂŒr moderne Artillerie.“

„BrĂŒcken, nicht Mauern“: G20-Gastgeberin Marsudi ruft zum Frieden auf

Der Krieg in der Ukraine dĂŒrfte zu den wichtigsten Themen beim Treffen der G20-Außenminister auf Bali gehören. Erstmals seit Kriegsbeginn ist Russlands Außenminister Lawrow bei einer solchen Konferenz dabei.

Die indonesische Außenministerin Retno Marsudi rief zum Auftakt der Beratungen zum Ende des russischen Angriffskrieges in der Ukraine auf. „Unsere Verantwortung ist es, den Krieg so schnell wie möglich zu beenden. Und BrĂŒcken zu bauen und nicht Mauern“, sagte die Politikerin. Kurz zuvor hatte sie den russischen Außenminister Sergej Lawrow bei seiner Ankunft im Luxushotel Mulia im Badeort Nusa Dua zurĂŒckhaltend begrĂŒĂŸt.

G20 Foreign Ministers’ Meeting

Johnson sichert britische UnterstĂŒtzung zu

Nach seinem angekĂŒndigten RĂŒckzug als britischer Premierminister sicherte Boris Johnson PrĂ€sident Selenskij die ungebrochene UnterstĂŒtzung des Vereinigten Königreichs zu.

Wie eine Regierungssprecherin sagte, habe Johnson im Telefonat versichert, dass Großbritannien so lange wie nötig wichtige „Defensivhilfe“ leisten werde. Selenskij dankte Johnson fĂŒr dessen „kompromisslose UnterstĂŒtzung“ seit Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar.

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