Politik | Ausland
20.04.2017

Nordkorea-Krise: Japan und Australien wollen kooperieren

Die Kooperation sei "extrem wichtig", um Frieden und Stabilität in der Region zu sichern.

Japan und Australien wollen angesichts der Bedrohung durch Nordkorea und des offensiven Auftretens Chinas im Ost- und Südchinesischen Meer zusammenarbeiten. Die Kooperation sei "extrem wichtig", um Frieden und Stabilität in der Region zu sichern, sagte Japans Premier Shinzo Abe am Donnerstag bei einem Treffen mit Australiens Verteidigungs- und Außenministerinnen Marise Payne und Julie Bishop. Beide Ministerinnen kamen in Tokio anschließend mit ihren japanischen Amtskollegen zu Gesprächen zusammen. Japan ist wie Australien ein wichtiger Verbündeter der USA. Daher betrachtet Japan Australien ebenfalls als Verbündeten, auch wenn beide Staaten keinen bilateralen Sicherheitsvertrag haben.

Kollektive Selbstverteidigung

Japan hatte 2015 die Rolle des Militärs gesetzlich ausgeweitet. Nach dem Prinzip der "kollektiven Selbstverteidigung" darf das Land nun in Konflikten an der Seite von Verbündeten kämpfen, selbst wenn es nicht direkt angegriffen wird. Basierend darauf hatten Japan und Australien kürzlich ein Abkommen überarbeitet, um die logistische Zusammenarbeit ihrer Streitkräfte auszubauen. Außenministerin Bishop sagte in Tokio laut japanischen Medienberichten, es sei "wichtiger denn je", für gemeinsame Werte einzustehen und diese mit dem gemeinsamen Verbündeten USA zu teilen. Dazu gehörten der offene und faire Handel und ein starkes Sicherheitsumfeld.