Boris Johnson in einem Teegeschäft in Oxshott.

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Politik | Ausland
06/27/2019

No-Deal-Brexit: Johnson sieht Chance bei "Eins zu einer Million"

Vor wenigen Tagen noch verschärfte er seine Position in Bezug auf einen ungeregelten Austritt.

Der Favorit für den Posten des britischen Premierministers, Boris Johnson, hält nach eigenen Worten die Chancen für einen Ausstieg Großbritanniens aus der EU ohne Vereinbarung für äußerst gering. Es sei zwar wichtig, dass man auf einen "No-Deal"-Brexit vorbereitet sei, um am Ende die Ausstiegsvereinbarung zu bekommen, die man wolle, sagte der Ex-Außenminister am Mittwoch im Wahlkampf in London. "Aber ich glaube nicht, dass es am Ende so kommt. Ich glaube, die Chancen stehen Eins zu eine Million dagegen."

Am Dienstag hatte Johnson bekräftigt, den Brexit notfalls auch ohne Vereinbarung mit der EU durchzusetzen. Er wolle dies zwar nicht, aber man müsse sich ernsthaft darauf vorbereiten, hatte er der BBC gesagt.

Johnson gilt als Favorit für den Parteichef-Posten der regierenden Konservativen und damit auch für das Amt des Premierministers. Die 160.000 Tory-Mitglieder müssen sich bis Ende Juli per Briefwahl zwischen Johnson und Außenminister Jeremy Hunt entscheiden. Die britische Wirtschaft hat ebenso wie Unternehmen und Experten vor einem Brexit ohne Vereinbarungen gewarnt.