© REUTERS/LAURA HASANI

Politik Ausland
09/30/2021

Nach Nummerntafeln-Streit: Serbien und Kosovo einigen sich

Zwei Tage lang wurde verhandelt. "Wir haben einen Deal!", vermeldet nun der Westbalkan-Beauftragte der EU, Miroslav Lajcak.

Serbien und der Kosovo haben ihren Grenzstreit um die gegenseitige Anerkennung von Nummernschildern nach EU-Angaben vorerst beigelegt. "Wir haben einen Deal!", schrieb der Westbalkan-Beauftragte der EU, Miroslav Lajcak, am Donnerstag auf Twitter. Nach zwei Tagen intensiver Verhandlungen sei ein Abkommen zur Deeskalation der Spannungen erreicht worden. Der Kosovo sagte demnach zu, Sondereinheiten der Polizei von der Grenze abzuziehen und Straßensperren aufzuheben.

Damit scheint die Gefahr einer gewaltsamen Eskalation zunĂ€chst gebannt. Die NATO-gefĂŒhrte KFOR-Schutztruppe soll nach der von Lajcak verbreiteten ErklĂ€rung fĂŒr eine "sichere Umgebung und Bewegungsfreiheit" sorgen. Eine Arbeitsgruppe mit Beteiligung von EU-Vertretern soll binnen sechs Monaten eine dauerhafte Lösung erarbeiten.

EU-KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen hatte bei einer Reise nach Pristina und Belgrad zwischen beiden Regierungen vermittelt. Zeitgleich fanden GesprĂ€che mit UnterhĂ€ndlern beider Seiten in BrĂŒssel statt. Die Lage hatte sich vor gut einer Woche erheblich verschĂ€rft, nachdem der Kosovo serbische Nummernschilder nicht mehr anerkannte.

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