Katastrophale Umfragewerte: Fast die Hälfte der Deutschen für Ende von Schwarz-Rot
Fast die Hälfte der Deutschen wünscht sich einer Umfrage zufolge ein Ende der schwarz-roten Regierungskoalition. Für ihre Auflösung sprachen sich rund 47 Prozent der Befragten aus, wie eine Erhebung des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Welt am Sonntag ergab. Dass Union und SPD ihre Koalition fortführen, wünschten sich dagegen 30 Prozent der Befragten.
38 Prozent plädierten demnach im Anschluss für eine Neuwahl des Bundestages. Neun Prozent würden nach einer Aufkündigung der bestehenden Regierungskoalition die Bildung einer Minderheitsregierung aus CDU/CSU vorziehen. Etwa 24 Prozent waren unentschieden oder antworteten mit "weiß nicht".
Geringeres Vertrauen im Osten Deutschlands
Dabei hat der Erhebung zufolge das Vertrauen in die schwarz-rote Koalition im Osten Deutschlands stärker gelitten als im Westen der Republik. So sprechen sich in der Umfrage 46 Prozent der Ostdeutschen für ein vorzeitiges Ende von Schwarz-Rot und für eine anschließende Neuwahl aus, in den westdeutschen Ländern sind es 35 Prozent. Einen Fortbestand des Regierungsbündnisses wollen 22 Prozent im Osten und 31 Prozent im Westen. Eine Minderheitsregierung wird in Ost wie West nur von neun Prozent gewünscht.
Besonders stark ausgeprägt ist die Präferenz für eine baldige Neuwahl in den mittleren Altersgruppen quer durchs Land. 46 Prozent der Befragten im Alter zwischen 50 und 59 Jahren äußern diesen Wunsch. In der Gruppe der 40- bis 49-Jährigen sind es 41 Prozent. In der jüngsten Wählergruppe im Alter von 18 bis 29 Jahren wird das Neuwahl-Szenario von 27 Prozent bevorzugt.
Unter den Anhängern der Union wünschen sich 45 Prozent, dass Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) weiter mit der SPD regiert. 22 Prozent plädieren für eine Neuwahl, 20 Prozent befürworten einen Wechsel zu einer unionsgeführten Minderheitsregierung. In der SPD-Wählerschaft sprechen sich mit 56 Prozent deutlich mehr für eine Fortsetzung von Schwarz-Rot aus. Auch hier sind 22 Prozent für eine Neuwahl. Für die Umfrage wurden zwischen dem 8. und dem 11. Mai 2353 Bürgerinnen und Bürger in Deutschland befragt.
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