Politik | Ausland
23.10.2018

Mehr Migranten gehen aus Libyen zurück als nach Italien

Laut der Internationalen Organisation für Migration greifen die Unterstützungsprogramme zur freiwilligen Rückkehr

Aus Libyen sind in diesem Jahr mehr Migranten in ihre Heimatländer zurückgekehrt als nach Italien geflüchtet. Das berichtete die UN-Organisation für Migration (IOM) am Dienstag in Genf. Sie unterstützt Rückkehrwillige mit Flügen und Starthilfen in ihrer Heimat. Das hätten bis Mitte Oktober mehr als 13 000 Menschen aus 32 Ländern in Anspruch genommen, sagte IOM-Sprecher Joel Millman.
Im gleichen Zeitraum seien knapp 12 500 Migranten und Flüchtlinge in Italien angekommen, die Schmuggler in Libyen in Boote gesetzt hatten. Etwa 9500 weitere Ankömmlinge in Italien hatten in Tunesien, Algerien, der Türkei und Griechenland abgelegt. Im vergangenen Jahr verzeichnete Italien bis Ende Oktober gut 111 000 Flüchtlinge und Migranten, die über das Mittelmeer geflüchtet waren, die überwiegende Mehrheit aus Libyen.