Libanon: Mehr als 1.000 Tote nach israelischen Angriffen

Mit massiven Angriffen im Libanon will Israel den Verbündeten des Iran, die Hisbollah-Miliz, deutlich schwächen.
Israelischer Angriff auf Beirut

Israelische Angriffe auf den Libanon fordern nach dortigen Angaben mittlerweile mehr als 1.000 Tote. Wie das libanesische Gesundheitsministerium mitteilte, seien infolge der Angriffe 1.001 Menschen getötet und 2.584 verletzt worden. Die Angaben beziehen sich auf die Zeit seit Beginn des Iran-Kriegs und der damit verbundenen, erneuten Eskalation im Libanon.

Mit massiven Angriffen im Libanon will Israel den Verbündeten des Iran, die Hisbollah-Miliz, deutlich schwächen. Der Iran und die Hisbollah feuern immer wieder Raketen auf israelische Städte und Ortschaften.

Explosionsgespräche in Khiam zu hören

Im Süden Libanons gehen Kämpfe am Boden indes weiter. Schwere Explosionsgeräusche seien in der Gegend um den Ort Khiam zu hören, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus libanesischen Sicherheitskreisen. Israelische Truppen würden langsam vorrücken und systematisch Häuser nahe der Grenze zu Israel zerstören.

Nach israelischen Militärangaben dient der Einsatz dem Schutz von Einwohnern in Israels Norden. Dortige Flussübergänge seien von der Hisbollah für Angriffe auf Israel genutzt worden, hieß es.

Im Südlibanon sind auch UNO-Soldaten stationiert, die den Waffenstillstand zwischen Israel und dem Libanon überwachen sollen. 

171 Soldaten des österreichischen Bundesheeres

Der UNIFIL-Truppe gehören auch 171 Soldatinnen und Soldaten des österreichischen Bundesheeres an. Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) bezeichnete die Lage im Libanon am Mittwoch als "sehr Besorgnis erregend". "Für unsere Soldaten, die sich dort befinden, ist das alles andere als unkritisch", sagte er im Hauptausschuss des Nationalrates.

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