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Politik Ausland
02/15/2019

Kurz trifft Ivanka Trump zum Private Dinner in Washington

Die US-Visite des Bundeskanzlers prunkt mit hochrangigen Terminen in Washington.

von Konrad Kramar

Er ist erklärter Fan von Sebastian Kurz - nennt ihn etwa "die Zukunft Europas" - und ist privat eng mit Ivanka Trump befreundet: Und beides hat Trevor Traina, US-Botschafter in Österreich, nun dazu benützt, um die Visite des Bundeskanzlers bei Donald Trump in der kommenden Woche möglichst eindrucksvoll zu gestalten.

Für einen offiziellen Staatsbesuch - die sind im Weißen Haus traditionell rar - ist Österreich auf jeden Fall zu klein, aber, wie Traina im Gespräch mit dem KURIER und anderen Medien betont, hat man sich bemüht dem "so nahe wie möglich" zu kommen. Wenn also Kurz am kommenden Dienstagabend in Washington DC eintrifft, wird er noch am gleichen Abend zum Dinner mit US-Außenminister Mike Pompeo erwartet. Am Mittwoch ist dann der Besuch im Weißen Haus anberaumt.

20 Minuten unter vier Augen

Trump hat dem Bundeskanzler etwa 20 Minuten für eine Vier-Augen-Gespräch im Oval Office eingeräumt. Danach gibt es ein Treffen mit den beiden Regierungsdelegationen. Der vielleicht überraschendste Teil von Kurz' US-Visite ist aber das Abendessen am Mittwoch. Dann nämlich wird Kurz in der Washingtoner Villa von Ivanka Trump und ihrem Ehemann Jared Kushner erwartet. Beide gelten als die engsten politischen Vertrauten des Präsidenten und seine wichtigsten strategischen Berater.

Der Kalifornier Traina ist seit Langem bestens mit den beiden befreundet. Da der Botschafter sich inzwischen auch mit dem Kanzler privat angefreundet hat und sich die beiden - Gerüchten zufolge - immer wieder zum Abendessen treffen, lag es also für Traina nahe, diesen Termin zu organisieren. Auf jeden Fall habe es einiges an Mühen und Telefonate gekostet, um die Visite in Washington überhaupt zustande zu bringen. Schließlich, so meint der Botschafter schmunzelnd, gebe es da "eine beinharte Konkurrenz" unter den Botschaftern: "Es ist wie beim Autodrom-Fahren, man muss wie wild steuern und damit rechnen, dass einem ständig jemand von der Seite reinfährt".

Aktuell weilt Kanzler Kurz gerade in Tokio. Bei seinem Staatsbesuch beim größten Motorenhersteller der Welt, Honda, der auch in der Robotertechnologie tätig ist, macht er auch mit dem Roboter Asimo Bekanntschaft, der nicht nur hüpfen und sprechen kann, sondern auch die Gebärdensprache beherrscht: