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Politik | Ausland
06/19/2019

Kramp-Karrenbauer zu Lübcke-Mord: AfD für "Hass" mitverantwortlich

Die CDU-Vorsitzende schließt die Zusammenarbeit mit der rechtspopulistischen AfD kategorisch aus.

Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hat der AfD eine Mitverantwortung für das Klima von "Hass und Hetze" gegeben, das zu dem Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke geführt hat.

Kramp-Karrenbauer sagte am Mittwoch bei einem Besuch in Paris, es lasse sich am Fall Lübcke "ganz deutlich sehen, wie Entgrenzung auch von Sprache, wie Hass und Hetze, wie sie auch von der AfD und von Verantwortlichen der AfD betrieben wird, Hemmschwellen so absenkt, dass sie augenscheinlich in pure Gewalt umschlagen."

"Große Gefahr"

Deswegen müsse für die CDU "vollkommen und unzweifelhaft klar sein, dass es keine Form der Zusammenarbeit mit der AfD geben kann und geben wird", betonte Kramp-Karrenbauer. Der Rechtspopulismus sei "für jeden Staat eine große Gefahr", aber "mit Blick auf unsere ganz spezielle Geschichte in Deutschland ist das für uns eine noch größere Herausforderung".

Die CDU-Vorsitzende wurde in Paris mit dem Preis "Europäerin des Jahres" ausgezeichnet, den die Fachzeitschrift Politique Internationale erstmals vergab. Die Zeitschrift begründete dies mit Kramp-Karrenbauers großem persönlichen Einsatz für Europa und seine Werte.