Kosovo: Wahlsieg von Regierungspartei bestätigt
Einen Monat nach der Parlamentswahl im Kosovo ist der Sieg der linksnationalistischen Regierungspartei Vetevendosje durch eine Neuauszählung der Stimmzettel bestätigt worden.
Wie die Wahlkommission in der Nacht auf Samtag mitteilte, kam die Partei von Premier Albin Kurti auf 51,1 Prozent der Stimmen und 57 der 120 Mandate im Parlament. Damit kann Kurti mit Unterstützung von einigen Abgeordneten der ethnischen Minderheiten eine Regierung bilden.
Die Demokratische Partei (PDK) erhielt 20,19 Prozent der Stimmen (22 Mandate), gefolgt von der Demokratischen Liga (LDK) mit 13,24 Prozent (15 Mandate). Ebenfalls den Sprung ins Parlament schaffte die Allianz für die Zukunft (AAK) mit 5,50 Prozent (sechs Mandate).
20 Mandate für Volksgruppenvertreter reserviert
100 Parlamentssitze werden nach dem Verhältniswahlrecht vergeben, die restlichen 20 Mandate sind für Vertreter der ethnischen Minderheiten reserviert, davon zehn für die serbische Volksgruppe. Neun der zehn Mandate sicherte sich die belgradtreue Serbische Liste (SL), eines die kleine Partei für Freiheit und Gerechtigkeit.
Durch die Neuauszählung vergrößerte sich der Vorsprung der Regierungspartei. Laut dem vorläufigen Ergebnis war sie bei dem Urnengang auf 49 Prozent gekommen. Die Wahl war nach einem politischen Patt nötig geworden. Im Februar 2025 hatte Kurtis Partei die Parlamentswahl mit 42 Prozent der Stimmen gewonnen, aber keinen Koalitionspartner gefunden.
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