USA

Kandidatur: Clinton hält den Ball am Laufen

Hillary Clinton spricht vor einem Hintergrund mit Sternen.
Neue kryptische Andeutungen lassen die Gerüchteküche um die mögliche Kandidatin wieder brodeln.

Hillary Clinton ist ein Medienprofi - sie weiß, wie man in die Schlagzeilen kommt. Ihre Anhänger in den USA warten sehnsüchtig auf ihre Zusage, im Jahr 2016 zur Präsidentschaftskandidatur und auch Barack Obamas Nachfolge anzutreten. Ihre politischen Gegner stellen sich schon jetzt auf einen schmutzigen Wahlkampf ein.

Eine Wiese mit Stühlen und einem Schild mit der Aufschrift „READY“ im Vordergrund.
Supporters of former U.S. Secretary of State Hillary Clinton leave the 37th Harkin Steak Fry in Indianola, Iowa, September 14, 2014. REUTERS/Jim Young (UNITED STATES - Tags: POLITICS)
Doch Clinton ziert sich weiterhin - allein in der Tatsache, dass sie immer wieder Andeutungen macht, sehen manche Kommentatoren schon deutliche Hinweise, dass sie es noch einmal probieren will. Auch ihre kürzlich erschieneneBiografie "Entscheidungen"wird dahingehend gedeutet. Nun warf Clinton den schon bewährten Mechanismus wieder an: Bei einem Besuch im Swing State Iowa (einem Bundesstaat, der aufgrund wechselnder Präferenzen bei jeder Wahl heiß umkämpft ist) sagte sie auf die Frage, ob sie antreten will: "Es ist wahr, ich denke darüber nach". Clinton hatte zuvor schon erklärt, nach Neujahr ihre Entscheidung bekanntgeben zu wollen. Sie werde "wahrscheinlich nach dem ersten Januar entscheiden, ob ich es erneut versuche oder nicht".

Im Jahr 2008 hatte sie bekanntlich im parteiinternen Wettstreit gegen Obama den kürzeren gezogen. Daraufhin wurde sie seine Außenministerin und konnte so weitere Sympathiepunkte gewinnen. Zuletzt hatte sie auch in einem Interview mit Atlantic mit Kritik an Obamas Syrien-Politik Aufsehen erregt - für Beobachter auch nur wieder ein Zeichen dafür, dass sie sich taktisch in Position bringen will. Obamas Umfragewerte rasselten in den vergangenen Monaten in den Keller.

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