Wird Harris die erste US-Präsidentin, die bei McDonald's gearbeitet hat?

Kamala Harris lacht und trägt einen hellvioletten Blazer.
Fünf Jahre altes Video, in dem die Präsidentschaftskandidatin über ihren einstigen Studentenjob spricht, geht viral: "Ich habe Pommes Frites und Eis gemacht."

US-Vizepräsidentin Kamala Harris hat eigenen Angaben zufolge als Studentin bei der Fastfood-Kette McDonald's gearbeitet. "Ich habe Pommes Frites gemacht und ich habe Eis gemacht. Ich war eine Studentin, als ich bei McDonald's arbeitete", sagte Harris in einem Video, das am Wochenende vielfach in sozialen Medien geteilt wurde:

Das Video ist bereits fünf Jahre alt und stammt aus dem Vorwahlkampf der Demokraten im Jahr 2019, als Harris sich erstmals um die Präsidentschaftskandidatur bewarb. Im Juni 2019 warb sie für ihre Kampagne vor einer Filiale der US-Fastfoodkette McDonald's in Las Vegas.

Unmittelbar, bevor die US-Vizepräsidentin am Samstag erneut in der Glücksspielmetropole auftrat, wurde die Aufnahme in den sozialen Medien vielfach geteilt. Dass sie eben bereits mehr als fünf Jahre alt ist, war in den meisten Postings jedoch nicht ersichtlich.

13 Prozent aller US-Amerikaner arbeiteten bereits bei McDonald's

Die britische Zeitung "The Independent" griff das Thema am Samstag auf und berichtete, dass Harris bei einem Wahlsieg "Geschichte schreiben" könnte: Als erstes US-Staatsoberhaupt, das zuvor bei McDonald's gearbeitet hat.

Harris' Vergangenheit als Sommer-Hilfskraft bei McDonald's dürfte jedoch bei vielen US-Amerikanern gut ankommen, schließlich arbeiteten rund 13 Prozent der US-Bevölkerung - also rund 41 Millionen Menschen - irgendwann in ihrem Leben bereits einmal für den weltgrößten Fast-Food-Konzern. Harris machte sich das auch an diesem Samstag zu Nutze.

Harris fordert Ende der Besteuerung von Trinkgeldern

Bei ihrem Wahlkampfauftritt am Samstag versprach Harris, die Besteuerung von Trinkgeldern im Gastgewerbe abschaffen zu wollen. "Wenn ich Präsidentin bin, werde ich den Kampf für die arbeitenden Familien Amerikas fortsetzen, inklusive einer Erhöhung des Mindestlohns und einer Streichung der Steuern auf Trinkgelder für Angestellte im Dienstleistungs- und Gastgewerbe", sagte sie von tausenden Anhängern.

In Nevada sind viele Menschen im Gastgewerbe beschäftigt. Der Staat gilt als einer der wenigen "Swing States", in denen der Ausgang der US-Präsidentschaftswahl nicht schon weitgehend feststeht. In den USA ist es üblich, dass Servicekräfte nur einen niedrigen Mindestlohn bekommen und auf Trinkgelder angewiesen sind. 

Anders als etwa in Österreich sind die Trinkgelder - die in den USA meist auch viel üppiger ausfallen - nicht steuerfrei. Dies will Harris nun ändern, doch kann sie dies als Präsidentin nicht tun. Es braucht nämlich einen entsprechenden Beschluss des Kongresses, der derzeit nicht von den regierenden Demokraten kontrolliert wird.

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