Messerangriffe verhindern: Italien erlaubt Metalldetektoren in Schulen

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Italiens Innen- und Bildungsministerium wollen mit der Maßnahme Messerangriffe an Schulen verhindern.

Zusammenfassung

  • Italien erlaubt auf Antrag der Schulleitungen Metalldetektoren-Kontrollen an Schulen zur Verhinderung von Messerangriffen.
  • Die Maßnahmen können in Abstimmung mit Präfekten auch unangekündigt innerhalb und vor Schulgebäuden erfolgen.
  • Die Regierung plant ein Sicherheitspaket mit strengeren Vorschriften für Stichwaffen als Reaktion auf zunehmende Jugendkriminalität.

Zur Bekämpfung des Messerbesitzes unter Jugendlichen sollen an italienischen Schulen künftig auch Kontrollen mit Metalldetektoren möglich sein. Diese sollen ausschließlich auf Antrag der Schulleitungen erfolgen, geht aus einem Rundschreiben des italienischen Innenministers Matteo Piantedosi an Schulbehörden und Polizeichefs hervor.

In Abstimmung mit den Präfekten können Durchsuchungen innerhalb der Schulen, vor den Schulgebäuden oder an den Eingängen angeordnet werden. Piantedosi zufolge können die Maßnahmen auch unangekündigt durchgeführt werden, sofern sie von den Schulleitungen beantragt werden.

Regierung in Italien plant Sicherheitspaket

Die Regierung um Ministerpräsidentin Giorgia Meloni plant ein Sicherheitspaket, das auch strengere Vorschriften für den Umgang mit Stichwaffen vorsieht. Die Regierung reagiert somit auf zunehmende Fälle von Jugendkriminalität.

An einer Schule in der norditalienischen Hafenstadt La Spezia war vor zwei Wochen ein 18-jähriger Schüler von einem Mitschüler mit einem Messer schwer verletzt worden. Der Angriff ereignete sich während des Unterrichts. Der Fall hat das Thema der Gewalt in Schulen aufgeworfen.

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