Zugbegleiter erstochen, Suche nach Täter
In der Nähe des Hauptbahnhofs von Bologna ist ein Zugbegleiter der italienischen Bahngesellschaft Trenitalia tot aufgefunden worden. Der 34-jährige Mann wurde am Montagabend mit Messerstichen getötet.
Die Leiche lag im Bereich des Parkplatzes am westlichen Bahnhofsvorplatz, der ausschließlich Mitarbeitern vorbehalten ist. Die Auswertung der Überwachungskameras in dem Bereich wurde angeordnet.
Nach Angaben der Ermittler war der Zugbegleiter, der im Mittel- und Fernverkehr eingesetzt war, zum Zeitpunkt der Tat nicht im Dienst. Er war offenbar auf dem Weg zum Mitarbeiterparkplatz, als er mit einem Stich in den Bauch angegriffen wurde. Gefunden wurde der Mann von einem Mitarbeiter des Bahnunternehmens Italo, der die Bahnpolizei alarmierte.
Täter wurde von der Polizei identifiziert
Nach Angaben der Polizeigewerkschaft Siulp wurde ein mutmaßlicher Täter bereits identifiziert. Es gebe einen Verdächtigen, der derzeit gesucht werde. Dabei handelt es sich um einen polizeibekannten Kroaten, verlautete aus Ermittlerkreisen. Der 36-Jährige, der polizeibekannt ist, soll den Zugbegleiter nicht überfallen haben, um ihn auszurauben, da alle Gegenstände, die der Tote bei sich hatte, gefunden wurden. Der Kroate soll in einen Zug nach Mailand eingestiegen sein, wo er jetzt gesucht wird.
Der Tod des Zugbegleiters wirft in Italien erneut Fragen über die Sicherheit des Bahnpersonals auf. Zuletzt war es immer wieder zu Angriffen auf Schaffner und andere Mitarbeiter der Bahngesellschaften gekommen. Italiens Verkehrsminister und Vize-Regierungschef Matteo Salvini zeigte sich "tief betroffen" und sprach der Familie des Opfers sowie den Kollegen sein Beileid aus. Er stehe in ständigem Kontakt mit den Sicherheitsbehörden, erklärte Salvini. Zudem bekräftigte er das Ziel, die Zahl der Sicherheitskräfte im Bahnverkehr aufzustocken, um Züge und Bahnhöfe besser zu schützen.
Kommentare