Politik | Ausland
14.07.2018

Israels Luftwaffe beschoss Hamas-Ziele im Gazastreifen

Archivbild. © Bild: APA/AFP/JACK GUEZ

Zuvor war eine Handgranaten-Attacke auf eine israelische Militäreinheit nahe der Grenzstadt Rafah verübt worden.

Die israelische Luftwaffe hat in der Nacht zum Samstag mehrere Raketenangriffe auf Ziele im Gazastreifen geflogen. Es seien militärische Einrichtungen der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas getroffen worden, teilte die Armee mit. Außerdem sei ein Angriffstunnel im südlichen Gazastreifen zerstört worden. Nach Angaben von Sanitätern wurden zwei Menschen leicht verletzt.

Während der Angriffe hätten militante Palästinenser 17 Geschosse auf Israel abgefeuert, hieß es in der Mitteilung. Seit Freitagabend seien es insgesamt mehr als 30 gewesen, die meisten davon Mörsergranaten. Hamas-Sprecher Fawzi Barhoum sagte, man wolle damit eine "klare Botschaft senden" und "den Feind dazu zwingen, die Eskalation zu stoppen".

Am Freitag war bei gewaltsamen Auseinandersetzungen mit der israelischen Armee an der Gaza-Grenze ein palästinensischer Jugendlicher getötet worden. Mehr als zwei Dutzend Menschen wurden nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums in Gaza verletzt. Ein 20-Jähriger erlag den Angaben zufolge am Samstag seinen Verletzungen.

Verletzter Soldat bei Handgranaten-Attacke

Die Palästinenser protestierten gegen die geplante Räumung eines Beduinendorfs im Westjordanland durch Israel. Tausende Palästinenser hätten im Gazastreifen an der Grenze zu Israel Granaten, Sprengsätze und Brandbomben geworfen, teilte die Armee mit. Soldaten hätten einen Versuch bemerkt, den Sicherheitszaun zu durchbrechen, und daraufhin das Feuer eröffnet.

Bei einer Handgranaten-Attacke auf eine israelische Militäreinheit nahe der Grenzstadt Rafah sei ein israelischer Soldat verletzt worden.

Seit dem 30. März haben israelische Soldaten bei teils gewaltsamen Protesten an der Gaza-Grenze nach palästinensischen Angaben rund 140 Menschen getötet. Viele davon waren Hamas-Mitglieder. Die Palästinenser fordern ein Ende der vor mehr als zehn Jahren verhängten Gaza-Blockade und ein Rückkehrrecht in das israelische Staatsgebiet. Sie beziehen sich dabei auf Flucht und Vertreibung Hunderttausender (Al-Nakba/Die Katastrophe) im Zuge der israelischen Staatsgründung 1948.