Menschen auf der ganzen Welt demonstrieren
Berichten zufolge haben sich am Wochenende tausende Menschen in mehreren deutschen Städten gegen die Besatzungspolitik Israels und die Angriffe auf den Gazastreifen demonstriert. Rund 2.000 Menschen ging in Frankfurt am Main auf die Straße, in Berlin waren es 1.500 und in München etwa 1.100, die gegen Israel skandierten. Zusammenstöße mit der Polizei blieben folgedessen nicht aus.
Demonstranten gegen Polizei
Einige Demonstranten warfen in beiden Städten Steine oder Knallkörper auf die Beamten oder griffen sie anderweitig an. Insgesamt wurden 19 Polizisten wurden verletzt. Beamte in Frankfurt setzten auch Schlagstöcke ein, um gegen die ausufernde Gewalt vorzugehen. Die Berliner Polizei meldete zehn Festnahmen. Laut taz.de gelang es einem Demonstranten in Frankfurt über den Lautsprecher eines Polizeiwagen Slogans wie „Kindermörder Israel“ zu rufen (siehe Video).
Passant in Bremen verletzt
Bei einer Demonstration von Palästinensern und Unterstützern in Bremen wurde ein 28-jähriger unbeteiligter Passant schwer verletzt. Der Mann stellte sich schützend vor einen Redakteur der tageszeitung, der fotografierte und gegen den sich deswegen die Aggression der Demonstranten richtete. Daraufhin wurde er mit einem Faustschlag zu Boden gestreckt, knallte auf die Straße und wurde schwer am Kopf verletzt, wie die Polizei mitteilte.
Demonstrationen in Paris
Eine kleinere Gruppe, etwa 100 Personen, demonstrierten in der Nähe des französischen Außenministeriums. Stephane Frappreau, sagte der Associated Press, dass die Versammlung zeigen soll, wie unmenschlich Israel gegen die zivile Bevölkerung in Palästina vorgehe. "Ich denke, Menschen vergessen, dass Palästinenser, vor allem Frauen und Kinder, jeden Tag leiden müssen. Viele sterben. Und nur weil wir gegen die Vorgehensweise Israels demonstrieren, heißt es nicht, dass wir Antisemiten sind", erklärte Frappreau, der selbst judischstämmig ist.
Laut der französischen Zeitung Le Figaro eskalierten am Sonntagnachmittag die Demonstrationen zur Unterstützung der Palästinenser in Paris. Als eine Gruppe in Richtung der Rue de la Roquette, wo eine Synagoge steht, ging, kam es zu Ausschreitungen.
London und New York
Wie der britische Independent berichtet, haben sich auch Menschen in London und New York versammelt, um gegen die israelischen Luftangriffe zu demonstrieren. Mehrere hundert propalästinensische Demonstranten haben sich vor der israelischen Botschaft in London getroffen, wo sie Plakate mit den Aufschriften "Gaza: End the Siege" und "Freedom for Palestine" hochhielten.
Die Demonstranten, die zuerst nur die Bürgersteige besetzten, legten nach kurzer Zeit den gesamten Verkehr lahm. Einige Mitglieder der Demo stiegen auf einen Doppeldeckerbus, machten Fotos und schwenkten die palästinensische Flagge. Die Proteste, so die Polizei, verliefen im Großen und Ganzen friedlich. Auch in Oslo versammelten sich rund 3.000 Menschen vor dem norwegischen Parlament.
Bereits anfang der Woche haben in New York die ersten Demonstrationen gegen die anhaltende Gewalt in Nahost stattgefunden. Dabei fanden Befürworter beider Konfliktparteien - Palästina und Israel - den Weg zum israelischen Konsulat in New York. Die propalästinensischen und proisraelischen Aktivisten skandierten für ein friedliches Ende in Israel..
Kommentare