Dschihad: Stündlich sterben sieben Menschen

IS, Boko Haram, El Kaida: Eine neue Studie beziffert die Gewalt des Dschihad.

Jede Stunde fallen sieben Menschen dem Dschihad zum Opfer, allein im November gab es 2000 Tote: Diese beklemmenden Zahlen hat das International Centre for the Study of Radicalisation (ICSR) in Kooperation mit der BBC jetzt erhoben. Insgesamt 664 Angriffe in 14 Ländern hat die Forschungsstelle ausgewertet; Übergriffe, die allesamt im vergangenen Monat passiert sind.

Am schlimmsten von islamistischer Gewalt betroffen waren in diesem Zeitraum der Irak, wo die Terror-Miliz IS wütet, Nigeria, wo man mit Boko Haram zu kämpfen hat, sowie Afghanistan und Syrien. 80 Prozent aller Todesfälle wurden in diesen vier Ländern gezählt. Als größte Gruppe wurden die IS-Milizen identifiziert – sie sind allein für 2000 Todesopfer verantwortlich.

Viele Europäer im Dschihad

Ziel der Studie war es, eine Momentaufnahme der terroristischen Gewalt des Dschihad einzufangen. Von den insgesamt 5000 Menschen, die im Kampf gegen den Dschihad umgekommen sind, sind mehr als 2000 zivile Opfer. Etwa 1000 Dschihadisten kamen selbst in den Kampfhandlungen ums Leben. Bei ihnen handelt es sich nicht nur um Kämpfer aus den genannten Regionen: Viele Dschihadisten kommen aus Europa, allein 130 kommen aus Österreich (eine Reportage über Mütter, die ihre Söhne an den Dschihad verloren haben, lesen Sie hier).

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