"Delete your account" – Hillary im Social-Media-Jargon
Kaum stehen die beiden US-Präsidentschaftskandidaten fest, beginnt auch schon der direkte Schlagabtausch. Nachdem Barack Obama seine Unterstützung für Hillary Clinton ausgesprochen hatte, schoss sich Trump via Twitter auf den Noch-Präsidenten und seine Demokraten-Kollegin Hillary Clinton ein.
Nur fünf Minuten später kam Hillarys Retourkutsche: "Delete your account" (Lösch dein Konto), riet sie ihrem künftigen Widersacher. Eine beliebte Antwort im Social-Media-Jargon auf einen missglückten Witz, die den anderen beschämen soll.
Das ist nicht das erste Mal, dass Hillary Clinton versucht, sich der Sprache und Symbolik der Jugend zu bedienen. Sie bemüht sich um die Stimmen der jungen Demokraten, unter denen ihr Vorwahlgegner Bernie Sanders hohe Beliebtheit genießt. Etwa lernte sie mit Moderatorin Ellen DeGeneres den "Dub"-Tanz, einem Tanz aus der HipHop-Kultur, oder zeigte sich mit der Ikone der US-Hipster, Lena Dunham, Star der Serie "Girls". Das brachte ihr schon einige Punkte ein.
Doch sie verschätzte sich auch schon einmal: Als sie im August eine Diskussion über die Studenten-Kredite anregen wollte, forderte sie via Twitter auf, die Menschen sollen "in 3 Emojis beschreiben", wie sie diese Schulden belasten – und erntete herben Spott.
Der "Delete your account"-Tweet aber wurde in wenigen Stunden zu ihrem meistgeteilten Tweet. Diesmal scheint der Punkt an Hillary gegangen zu sein. Obwohl Donald Trump mit seinem Konter, in dem er auf ihre eMail-Affäre anspielte, genau ins Schwarze traf: Ihr wird vorgeworfen, als Außenministerin teils über ihren privaten Mail-Account kommuniziert – und heikle eMails einfach gelöscht zu haben.
Aktuell prüft das FBI den Fall, der Hillary im Wahlkampf noch Dämpfer verpassen könnte. Einen Dämpfer für The Donald gab es gestern bereits: Die Band Queen überlegt, ihm die Nutzung ihres Hits "We are the Champions" zu verbieten. "Wir wurden nie um Erlaubnis gefragt", sagte Gründungsmitglied Brian May.
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