Juan Orlando Hernandez

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Vorläufiges Ergebnis
11/25/2013

Hernandez wird neuer Präsident in Honduras

Im Land mit der höchsten Mordrate wurde gewählt. Die Österreicherin Lunacek leitete die Wahlbeobachtung.

Juan Orlando Hernández heißt laut vorläufigem Ergebnis der neue Präsident von Honduras. Der Kandidat der konservativen Nationalen Partei kam auf 34,9 Prozent, wie das Wahlamt am Sonntagabend (Ortszeit) nach der Auszählung von rund einem Viertel der Stimmen mitteilte. Seine stärkste Konkurrentin Xiomara Castro von der linksgerichteten Partei LIBRE erhielt 28,3 Prozent. Bei der Wahl genügt in Honduras eine einfache Mehrheit. Rund 5,3 Millionen Honduraner waren aufgerufen, den Nachfolger von Staatschef Porfirio Lobo zu bestimmen. Neben dem künftigen Präsidenten wurden auch die 128 Abgeordneten des Parlaments und knapp 300 Bürgermeister gewählt.

Die unterlegende Kandidatin Castro ist die Ehefrau des im Jahr 2009 gestürzten Präsidenten Manuel Zelaya. Hernández hatte 2009 den Umsturz gegen Zelaya unterstützt. Im Wahlkampf versprach er, im Fall eines Sieges Soldaten in den Kampf gegen die notorische Kriminalität zu schicken. Honduras hat die weltweit höchste Mordrate gemessen an der Bevölkerungszahl und zählt zu den ärmsten Ländern Lateinamerikas mit einer Arbeitslosenquote von rund 40 Prozent.

Lunacek: "Faire Wahlen"

Wegen der starken Spannungen zwischen den politischen Lagern in Honduras hatten Beobachter Unruhen im Falle eines knappen Wahlergebnisses nicht ausgeschlossen. Nach Angaben derLeiterin der EU-Wahlbeobachtermission in dem mittelamerikanischen Land, der Grünen Europaabgeordneten Ulrike Lunacek, verliefen die Wahlen im Großen und Ganzen "ruhig und fair". Die Wahlbeteiligung sei hoch gewesen, teilte sie am Sonntagabend der APA mit. Lunacek, die den Urnengang in der Hauptstadt Tegucigalpa und in San Pedro Sula beobachtet hatte, brachte ihre Hoffnung zum Ausdruck, dass die Auszählung der Stimmen dem Wählerwillen entsprechend erfolgen werde. Es habe Berichte über kleinere Unregelmäßigkeiten wie den Verkauf von Parteiausweisen gegeben. Allerdings hätten die Beobachter im ganzen Land von einem weitgehend geordneten Wahlverlauf berichtet.

Bei einem Zwischenfall in der Nähe eines Wahllokals im Nordosten des Landes, bei dem mindestens fünf Menschen getötet wurden, habe es sich um eine Auseinandersetzung im Drogenmilieu gehandelt, sagte Lunacek. Es habe offenbar keinen politischen Hintergrund gegeben.

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