Hernandez wird neuer Präsident in Honduras
Juan Orlando Hernández heißt laut vorläufigem Ergebnis der neue Präsident von Honduras. Der Kandidat der konservativen Nationalen Partei kam auf 34,9 Prozent, wie das Wahlamt am Sonntagabend (Ortszeit) nach der Auszählung von rund einem Viertel der Stimmen mitteilte. Seine stärkste Konkurrentin Xiomara Castro von der linksgerichteten Partei LIBRE erhielt 28,3 Prozent. Bei der Wahl genügt in Honduras eine einfache Mehrheit. Rund 5,3 Millionen Honduraner waren aufgerufen, den Nachfolger von Staatschef Porfirio Lobo zu bestimmen. Neben dem künftigen Präsidenten wurden auch die 128 Abgeordneten des Parlaments und knapp 300 Bürgermeister gewählt.
Die unterlegende Kandidatin Castro ist die Ehefrau des im Jahr 2009 gestürzten Präsidenten Manuel Zelaya. Hernández hatte 2009 den Umsturz gegen Zelaya unterstützt. Im Wahlkampf versprach er, im Fall eines Sieges Soldaten in den Kampf gegen die notorische Kriminalität zu schicken. Honduras hat die weltweit höchste Mordrate gemessen an der Bevölkerungszahl und zählt zu den ärmsten Ländern Lateinamerikas mit einer Arbeitslosenquote von rund 40 Prozent.
Lunacek: "Faire Wahlen"
Bei einem Zwischenfall in der Nähe eines Wahllokals im Nordosten des Landes, bei dem mindestens fünf Menschen getötet wurden, habe es sich um eine Auseinandersetzung im Drogenmilieu gehandelt, sagte Lunacek. Es habe offenbar keinen politischen Hintergrund gegeben.
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