Politik | Ausland
24.07.2018

Handelskonflikt: US-Regierung unterstützt Farmer mit Milliarden

Die von Zöllen gegen China und andere Staaten betroffenen Landwirtschaftsbetriebe sollen Subventionen erhalten.

Die US-Regierung will den vom Handelskonflikt mit China und anderen Staaten betroffenen US-Landwirten mit einem Milliardenzuschuss unter die Arme greifen. Agrarminister Sonny Perdue sagte am Dienstag in Washington, die Subventionen sollten sich auf insgesamt bis zu zwölf Milliarden Dollar (10,3 Milliarden Euro) belaufen.

Die Hilfen sollen demnach unter anderem an Sojafarmer fließen, die von erhöhten chinesischen Einfuhrzöllen betroffen sind.

Die Gelder sollen einem Bericht von Politico zufolge durch das Landwirtschaftsministerium gezahlt werden. Zudem sollten Mittel aus zwei Programmen im Rahmen eines Agrargesetzes bereitgestellt werden, das derzeit im US-Kongress beraten werde, heißt es in dem Bericht.

Die USA führen mit China und der Europäischen Union einen erbitterten Handelsstreit. Einen Tag vor dem für Mittwoch geplanten Besuch von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker in Washington drohte US-Präsident Donald Trump den Europäern mit weiteren Einfuhrzöllen. "Zölle sind das Größte", twitterte Trump. Andere Länder hätten die Wahl, schrieb er. Sie könnten eine faire Vereinbarung mit den USA abschließen oder müssten mit den Abgaben leben. Trump stört sich an den riesigen Defiziten seines Landes im Handel - unter anderem mit China und Europa.