Politik | Ausland
30.05.2018

Hamas: Waffenruhe mit Israel im Gazastreifen vereinbart

Israel bestreitet jedoch eine Vereinbarung zur Feuerpause. In der Nacht auf Mittwoch gab es erneut Angriffe auf Ziele im Gazastreifen.

Nach der jüngsten Gewalt im Gazastreifen haben Israel und Palästinenservertreter laut radikalislamischer Hamas eine Feuerpause vereinbart. Es sei beschlossen worden zu einer Waffenruhe zurückzukehren, erklärte Khalil al-Haja, Hamas-Vize in Gaza, am Mittwoch. Israel bestritt allerdings umgehend eine solche Vereinbarung.

"Diejenigen, die mit der Gewalt begonnen haben, müssen sie auch beenden", sagte Geheimdienstminister Israel Katz in einem Radiointerview. Die Hamas sei bereit, sich an den Waffenstillstand zu halten, solange Israel dies auch tue, erklärte Al-Haja.

Luftangriffe im Gazastreifen

Die israelische Armee hatte in der Nacht auf Mittwoch nach eigenen Angaben erneut Ziele im Gazastreifen aus der Luft angegriffen. Demnach seien 25 "militärische Ziele" der Hamas getroffen worden. Bereits am Dienstag hatte die israelische Luftwaffe Ziele radikaler Islamisten im Gazastreifen angegriffen, nachdem dutzende Geschoße der Hamas und der Gruppe Islamischer Jihad auf israelisches Gebiet abgefeuert worden waren.

Katz sagte, Israel werde die Hamas für jeden Schuss gegen sein Land zahlen lassen. Islamischer Jihad, die zweitmächtigste Gruppierung im Gazastreifen nach der Hamas, hatte bereits am Dienstag mitgeteilt, es sei unter ägyptischer Vermittlung eine Feuerpause ausgehandelt worden.

Seit rund zwei Monaten protestieren Palästinenser an der Grenze zu Israel. Dabei tötete die israelische Armee nach palästinensischen Angaben mindestens 116 Demonstranten. Die israelische Armee meldete einen getöteten Soldaten.