Mutmaßlicher Terrorist Jaber al-Bakr.

© APA/AFP/Landeskriminalamt Sachsen/HO

Deutschland
10/18/2016

Haftbefehl gegen al-Bakr-Helfer

Dem mutmaßlichen Helfer wird Beihilfe zur Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vorgeworfen.

Die deutsche Bundesanwaltschaft hat Haftbefehl gegen einen mutmaßlichen Helfer des Syrers Jaber al-Bakr erlassen. Dem Mann werde Beihilfe zur Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vorgeworfen, teilte die Behörde am Dienstag mit. Demnach habe er von den Anschlagsplänen Al-Bakrs gewusst und ihm seine Wohnung überlassen. Zudem soll er geholfen haben, Ausgangsstoffe für die Herstellung von Sprengstoff über das Internet zu besorgen. Auch Materialen für eine Sprengstoffweste soll er beschafft haben.

Die Ermittler gehen davon aus, dass Al-Bakr mit einer selbst gebauten Bombe einen Anschlag verüben wollte. Der Verfassungsschutz vermutet, dass er in Verbindung mit der Extremistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) stand. Al-Bakr hat sich nach Behördenangaben Montag vor einer Woche in seiner Zelle in einem Leipziger Gefängnis erhängt und damit Deutschland-weit heftige Kritik an der sächsischen Justiz ausgelöst.

Die Staatsanwaltschaft Dresden hatte bereits einen Haftbefehl wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat gegen den Mann beantragt und erhalten. Mittlerweile hat die Bundesanwaltschaft aufgrund der besonderen Bedeutung den Fall an sich gezogen.

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