© APA/AFP/YURI DYACHYSHYN

Politik Ausland
11/30/2018

G-7-Staaten fordern Freilassung inhaftierter ukrainischer Matrosen

24 Besatzungsmitglieder festgenommen. Außenminister verurteilen russisches Vorgehen in Krim-Konflikt.

Die G-7-Staaten haben Moskau zur Freilassung der in Russland inhaftierten ukrainischen Marinesoldaten aufgerufen. "Es gibt keine Rechtfertigung für den Einsatz militärischer Gewalt durch Russland gegen ukrainische Schiffe und Besatzungsmitglieder", hieß es in der gemeinsamen Erklärung der G-7-Gruppe.

"Tiefe Sorge"

Die Minister äußerten ihre "tiefe Sorge" über das Vorgehen Russlands im Krim-Konflikt, das zu einer "gefährlichen" Zunahme der Spannungen geführt habe. Die G-7-Außenminister riefen "zur Zurückhaltung, der Achtung internationalen Rechts und der Vermeidung jeder neuen Eskalation" auf.

Russland müsse die drei Marineschiffe zurückgeben, die 24 ukrainischen Soldaten freilassen und eine freie Durchfahrt durch die Straße von Kertsch gewähren, hieß es in der Erklärung weiter. Die russische Küstenwache hatte am Sonntag in der Meerenge vor der von Russland annektierten Halbinsel Krim drei ukrainische Marineschiffe beschossen und aufgebracht.

Soldaten nach Moskau überstellt

Mehrere ukrainische Marinesoldaten wurden dabei verletzt. Insgesamt 24 Besatzungsmitglieder wurden festgenommen und von einem Gericht auf der Krim zu zweimonatiger Untersuchungshaft verurteilt. Die Soldaten wurden inzwischen nach Moskau überstellt.

Russland und die Ukraine schieben sich gegenseitig die Schuld für die Konfrontation zu. Kiew verhängte nach dem Zwischenfall ein 30-tägiges Kriegsrecht, russische Männer im kampffähigen Alter zwischen 16 und 60 Jahren dürfen nicht mehr einreisen. Die russische Armee kündigte an, ihre Truppen auf der Krim mit Luftabwehrraketen zu verstärken.

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