Finanzminister Schelling lehnt Schuldenschnitt für Griechenland ab

Ein Mann mit grauem Haar und Schnurrbart spricht vor einem goldenen Kronleuchter.
Stattdessen spricht er sich für niedrigere Zinsen und längere Laufzeiten aus.

Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) lehnt einen Schuldenschnitt für Griechenland entschieden ab. Vor Beginn der Eurogruppe am Freitag in Amsterdam sagte Schelling, ein Schuldenschnitt sei "für Österreich ganz und gar nicht" möglich.

Niedrigere Zinsen und längere Laufzeiten

Man könne über ein "Reprofiling" der Schulden reden - also niedrigere Zinsen und längere Laufzeiten. Jetzt gehe es darum, dass die Institutionen, "die sich offensichtlich nicht einig sind, wie der Fortschritt Griechenlands bewertet wird", einen geschlossenen Bericht abgeben. So habe der IWF einen anderen Blickwinkel als die EU-Institutionen. "Entscheidung ist für uns, dass es da einen geschlossenen Bericht" geben werde.

Auf Tricksereien zu griechischen Budgetzahlen angesprochen sagte Schelling, es gebe Hinweise, dass das Defizit schlechter als ursprünglich geplant sei. Jedenfalls müssten die Argumente, die der griechische Finanzminister vorbringe, "sehr schlagkräftig sein, um von uns glaubhaft bewertet zu werden".

Jedenfalls geht Schelling nicht davon aus, dass es nächste Woche wegen Griechenland noch eine Sondersitzung der Eurogruppe geben könnte. "Ich gehe davon aus, dass ein Sondergipfel nicht notwendig sein wird."

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