Jan Böhmermanns "Schmähkritik" führte beinahe zu einer Staatskrise.

© ZDF/Jens Oellermann

Schmähkritik-Affäre
10/14/2016

Erdogan scheitert mit Böhmermann-Beschwerde

Noch sind nicht alle Rechtsmittel ausgeschöpft. Dem türkischen Präsidenten steht noch ein sogenanntes "Klageerzwingungsverfahren" offen.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan ist mit seiner Beschwerde wegen der Einstellung der Mainzer Ermittlungen gegen ZDF-Moderator Jan Böhmermann (35) gescheitert. Die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz wies sie nach Mitteilung vom Freitag als unbegründet zurück.

TV-Satiriker und Grimme-Preisträger Böhmermann hatte sein Gedicht "Schmähkritik" Ende März in seiner Sendung "Neo Magazin Royale" vorgetragen. Darin hatte er Erdogan mit Kinderpornografie und Sex mit Tieren in Verbindung gebracht, aber darauf hingewiesen, dass dieses auch in Deutschland nicht erlaubt sei.

Die Staatsanwaltschaft Mainz stellte aber die Ermittlungen wegen Beleidigung nach Paragraf 185 und 103 ein. Erdogan stehe jetzt noch ein Klageerzwingungsverfahren offen.

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