Politik | Ausland
11.06.2018

Erdogan: Deutschland soll Kurz zur Räson bringen

Der türkische Präsident reitet neuerlich Attacken wegen der geplanten Moscheenschließungen.

Nach der Ankündigung durch die österreichische Regierung, mehrere Moscheen zu schließen, legte Erdogan in seinen Drohungen gegen Kanzler Sebastian Kurz am Montag weiter nach.

Im Zuge einer Wahlkampfveranstaltung forderte der türkische Präsident Europa und vor allem Deutschland auf, den Kanzler "in Ordnung zu bringen", berichtet derStandard.at.

"Du bist noch jung"

Gerichtet an Kurz sagte Erdogan: "Du bist noch jung, du brauchst noch viel Erfahrung." Und er warnte ein weiteres Mal davor, dass die Vorgangsweise der österreichischen Regierung einen Krieg zwischen Muslimen und Christen heraufbeschwören könnte.

Bereits am Wochenende hatte der türkische Präsident auf die geplante Moscheenschließung reagiert. "Was also? Sie wollen unsere Religionsvertreter aus Österreich hinauswerfen. Glaubt ihr, wir werden tatenlos zusehen, wenn ihr das macht? Das heißt, wir werden auch Maßnahmen ergreifen", sagte Erdogan laut türkischen Medienberichten. Welche Maßnahmen das sein würden, blieb offenbar ohne konkrete Ausführung.