Epstein-Verbindung: Chefjuristin von Goldman Sachs räumt Posten

Kathryn Ruemmler, Chefjuristin bei Goldman Sachs, soll teure Geschenke von Epstein bekommen und ihn in Medienfragen beraten haben.
Illustration shows Goldman Sachs logo

Zusammenfassung

  • Kathryn Ruemmler, Chefjuristin von Goldman Sachs, verlässt das Unternehmen zum 30. Juni nach Enthüllungen über ihre Verbindung zu Jeffrey Epstein.
  • Veröffentlichte Unterlagen zeigen, dass Ruemmlers Kontakte zu Epstein enger waren als bisher bekannt, einschließlich Geschenken und Beratung in Medienfragen.
  • Ruemmlers Sprecherin betont, die Beziehung sei rein beruflich gewesen, während Goldman Sachs zunächst bestritt, dass ihr Abgang mit Epstein in Zusammenhang steht.

Nach der Enthüllung von Verbindungen zum berüchtigten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein tritt eine ranghohe Managerin der US-Bank Goldman Sachs ab

Chefjuristin Kathryn Ruemmler werde das Kreditinstitut zum 30. Juni verlassen, wie Goldman Sachs unter anderem der Financial Times, der New York Times und dem Finanzdienst Bloomberg bestätigte. Ruemmler war zuvor Staatsanwältin, Anwältin und auch Justiziarin im Weißen Haus von Präsident Barack Obama.

Erhielt teure Geschenke

Aus der jüngsten Veröffentlichung großer Mengen an Epstein-Unterlagen war klar geworden, dass Ruemmlers Verbindungen zu ihm deutlich enger waren als zuvor bekannt. 

So ging aus E-Mails unter anderem hervor, dass sie teure Geschenke von ihm erhielt und ihn in Medienfragen beriet. Zu dieser Zeit war Ruemmler als Anwältin tätig. Die 54-Jährige ist seit 2021 Chefjustiziarin bei Goldman Sachs.

Epstein starb nach seiner Festnahme 2019 in seiner New Yorker Gefängniszelle. Das Wall Street Journal entdeckte in den Unterlagen jüngst einen Hinweis darauf, dass Ruemmler zu den Personen gehörte, die Epstein unmittelbar nach seiner Festnahme anrief. Das geht der Zeitung zufolge aus handschriftlichen Notizen von FBI-Mitarbeitern hervor, die als Teil des Unterlagen-Pakets veröffentlicht wurden. 

Ruemmlers Sprecherin sagte zu dem Bericht, sie habe lediglich eine berufliche Beziehung zu Epstein gehabt und nichts von seinen Verbrechen gewusst. Goldman Sachs hatte anfänglich bestritten, dass Ruemmler deswegen ihren Job verlieren könnte.

Kommentare