epa03770261 Former Italian premier Silvio Berlusconi greets members of a support rally outside his villa in Arcore, Italy, 01 July 2013. Berlusconi did not make any statement in this public appearance, on the advice of his lawyers. In a closely watched verdict on 24 June, judges in Milan sentenced Berlusconi to seven years in prison and banned him for life from holding public office, rulings he will appeal. EPA/FABRIZIO RADAELLI

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Italien
07/12/2013

Berlusconi vertraut auf "Freispruch"

Italiens Ex-Premier und Medienzar Silvio Berlusconi geht entspannt in die letzten Prozesstage.

Silvio Berlusconi und die Justiz. Bereits mehrmals wurde Italiens Ex-Premier vor den Kadi gezerrt (und sogar verurteilt), ebenso viele Male verließ Berlusconi das Gericht in letzter Instanz als freier Mann. So wundert es nicht, dass er sich auch in Hinblick auf das anstehende Urteil im sogenannten Mediaset-Prozess zuversichtlich zeigt. Wegen Steuerbetrugs drohen Berlusconi bis zu vier Jahre Haft - er selbst erwartet jedoch am 30. Juli einen Freispruch. "Wenn man die Dokumente prüft, kann es nur zu einem vollen Freispruch kommen", versicherte Berlusconi in einem TV-Interview am Donnerstagabend in Rom.

Der mittlerweile 76-Jährige bestritt, dass sich seine Justizprobleme negativ auf die Stabilität der Regierung von Premier Enrico Letta auswirken werden. "Wir konzentrieren uns auf das Interesse des Landes. Wir wollen diese Allianz mit der Linken nach vielen Jahren Kalten Kriegs zu etwas Epochalem machen", erklärte Berlusconi. Seine Mitte-Rechts-Partei Volk der Freiheit (PdL) beteiligt sich mit Lettas Mitte-Links-Kraft Demokratische Partei an der Regierungskoalition.

Versteckte Drohung

Der Berlusconi-Vertraute Maurizio Gasparri drohte mit der Demission aller PdL-Parlamentarier, sollte der Medienzar verurteilt werden. "Parlamentarier und Minister aus unseren Parteien haben Berlusconi bereits unsere Bereitschaft zum Rücktritt erklärt, sollte er verurteilt werden. Berlusconi entscheidet, was wir machen sollen", betonte die Südtiroler Staatssekretärin Michaela Biancofiore.

Der Medienzar erklärte, er werde seine PdL im September umbenennen. Gerüchten zufolge will Berlusconi zurück zum ursprünglichen Namen seiner Partei - "Forza Italia" -, die er kurz nach seinem Einstieg in die politische Arena im Jahr 1993 gegründet hatte.

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